Corona-Extra: mehr Fälle

 

Das Robert-Koch-Institut rechnet in ihren Szenarien mit 5,625 Toten je 1.000 Infizierten. In 2018 sind in Deutschland bei einer Bevölkerung von 83,1 Mio. insgesamt 954.900 Menschen gestorben (= 11,49 Tote je 1.000 Einwohner). Das macht 2.616 Menschen pro Tag und 22.602 mehr als 2017. 22.000 Tote fallen also gar nicht auf!
 
Das Risiko, ohne Corona-Infektion zu sterben ist also etwa doppelt so hoch wie mit Corona!

 

 

Ich habe die Daten der Johns-Hopkins-University (https://coronavirus.jhu.edu/map.html) vom 18.04., 11. 04. und 04.04.20, 10:00 Uhr einmal ins Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt und umsortiert. Das Ergebnis finden Sie auf der Unterseite Corona-Daten.

 

Das Robert-Koch-Institut hatte mit dem täglichen Lagebericht vom 25.04.20 keine Zahlen mehr über die Verteilung der Verstorbenen nach Alter und Geschlecht mehr angegeben. Es wurde nur noch eine Zahl „ab 70“ genannt. Nachdem ich das auf meiner Website erwähnt habe, wurden mit dem Lagebericht vom 27.04.20, der am Abend noch nicht verfügbar war, wieder Zahlen genannt, jetzt aber mit einer anderen Abgrenzung der Altersgruppen. Weil die Endfassung des gemeinsamen Textes der „Fünf Professoren“ schon fertig war und am Morgen des 28.04.20 in die Genehmigung ging, konnte dieser Rückzieher des RKI nicht mehr in den Text einfließen.

 

siehe auch: 

Prof. Dr. Dr. Harald Walach (Professor an der Medizinischen Universität Poznan, Polen und Gastprofessor an der Universität Witten-Herdecke):

 

Epidemiologie und Infektiologie – Fallstricke der nackten Zahlen

 

https://harald-walach.de/22-epidemiologie-und-infektiologie-fallstricke-der-nackten-zahlen/

 

 

Prof. Dr. Thomas Ostermann (Lehrstuhls für Forschungsmethoden und Statistik in der Psychologie im Department Psychologie der Fakultät für Gesundheit an der Universität Witten/Herdecke):

 

Corona X: Exponentielle Mathematisierung der Bevölkerung?

 

https://kure.hypotheses.org/878

 

Corona oder Feinstaub?  Teil 2

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0269749120320601

 

Edoardo Conticinia, Bruno Frediania, Dario Carob (Universität Siena)

Kann die Luftverschmutzung als Co-Faktor für die extrem hohe SARS-CoV-2-Letalität in Norditalien angesehen werden? /  Can atmospheric pollution be considered a co-factor in extremely high level of SARS-CoV-2 lethality in Northern Italy?

Zusammenfassung / Abstract:

In diesem Artikel wird die Korrelation zwischen der hohen Letalität des CoronaVirus 2 (SARS-CoV-2) mit schwerem akutem respiratorischen Syndrom und der Luftverschmutzung in Norditalien untersucht. In der Tat sind die Lombardei und die Emilia Romagna italienische Regionen mit der weltweit höchsten Virusletalität und einem der am stärksten verschmutzten Gebiete Europas. Basierend auf dieser Korrelation analysiert dieser Artikel den möglichen Zusammenhang zwischen Umweltverschmutzung und der Entwicklung eines akuten Atemnotsyndroms und schließlich des Todes. Wir liefern Belege dafür, dass Menschen, die in einem Gebiet mit hohem Schadstoffgehalt leben, anfälliger für chronische Atemwegserkrankungen sind und für jeden Infektionserreger geeignet sind. Darüber hinaus führt eine längere Exposition gegenüber Luftverschmutzung auch bei jungen und gesunden Probanden zu einem chronischen Entzündungsreiz. Wir kommen zu dem Schluss, dass die hohe Verschmutzung in Norditalien als zusätzlicher Faktor für die in diesem Gebiet festgestellte hohe Letalität angesehen werden sollte.

This paper investigates the correlation between the high level of Severe Acute Respiratory Syndrome CoronaVirus 2 (SARS-CoV-2) lethality and the atmospheric pollution in Northern Italy. Indeed, Lombardy and Emilia Romagna are Italian regions with both the highest level of virus lethality in the world and one of Europe’s most polluted area. Based on this correlation, this paper analyzes the possible link between pollution and the development of acute respiratory distress syndrome and eventually death. We provide evidence that people living in an area with high levels of pollutant are more prone to develop chronic respiratory conditions and suitable to any infective agent. Moreover, a prolonged exposure to air pollution leads to a chronic inflammatory stimulus, even in young and healthy subjects. We conclude that the high level of pollution in Northern Italy should be considered an additional co-factor of the high level of lethality recorded in that area.

siehe auch:

Thesenpapier 2.0

 

Die Pandemie durch SARS-CoV-2/Covid-19

 

Datenbasis verbessern
Prävention gezielt weiterentwickeln
Bürgerrechte wahren

- Thesenpapier 2.0 -

 

Prof. Dr. med. Matthias Schrappe

      Universität Köln, ehem. Stellv. Vorsitzender des 

      Sachverständigenrates Gesundheit
Hedwig François-Kettner

     Pflegemanagerin und Beraterin, ehem. Vorsitzende des

     Aktionsbündnis Patientensicherheit, Berlin

Prof. Dr. med Klaus Püschel

     Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Rechtsmedizin

Prof. Dr. rer.nat. Gerd Glaeske

       Universität Bremen, SOCIUM Public Health, ehem. Mitglied im

       Sachverständigenrat Gesundheit

 

Endfassung 2.0.1 vom 03. Mai 2020, 13:00h


meine Meinung:

… um jeden Preis?

06.05.20


Der Text der 5 Lockdown-kritischen Professoren, der am 28.04.20 veröffentlicht wurde, hat einige Diskussionen ausgelöst. Im Gästebuch gab es durchgängig Zustimmung, die Kosten-Nutzen-Abwägung zwischen dem wirtschaftlichen Schaden der Anti-Corona-Politik (nicht die Viren haben den Schaden verursacht) und der statistischen Lebenserwartung der Geretteten hat auch Kritik bis Empörung hervorgerufen. Damit war zu rechnen!

Weil ich der Urheber dieses Gedankens bin, möchte ich dieser Kritik begegnen:

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes zu den Todesursachen sterben etwas mehr als 10 % der Menschen an Unfällen, Selbstmorden, Verbrechen oder einem Herzinfarkt, also einen eher schnellen Tod. Die übrigen 90 % erleben dagegen eine längere Zeit zwischen der Mitteilung des Arztes, dass er ihnen nicht mehr helfen könne, und ihrem Ableben. Eine Auswertung über die Anzahl der Selbstmorde, mit dem dieser Sterbeprozess abgekürzt wurde, ist mir nicht bekannt. Wenn man unterstellt, dass die Zeitspanne zwischen der Aufgabe der Hoffnung und dem Tod durchschnittlich zwei Monate beträgt, dann gibt es bei 940.800 Todesfällen um Durchschnitt der Jahre 2017-19 etwa 140.800 Menschen in diesem belastenden Zustand.

Die Obduktionsergebnisse von Hamburg haben gezeigt, dass die mit Covid-19-Infektion verstorbenen Personen fast ausschließlich aus dieser Personengruppe stammen. Es gab auch Fälle, in denen eine schwere Vorerkrankung vorgelegen hat, von denen die Verstorbenen nichts gewusst haben. Ohne eine Infektion wäre sie aber auch nicht zum Arzt gegangen, ihre Krankheit wäre dann ebenfalls nicht behandelt worden und sie wären auch gestorben. Die Kontaktbeschränkungen, wenn sie denn überhaupt für die niedrige Zahl der Todesfälle in Deutschland verantwortlich sind, retten also kaum ein Leben, sie verlängern es höchstens. Es ist für die geschätzt 140.000 Menschen, die in der Gewissheit ihres nahen Todes leben, kaum ein Unterschied, ob sie in einer Grippewelle im Winter, einer Hitzewelle im Sommer oder während einer Covid-19-Welle ein paar Wochen früher sterben. Wahrscheinlich würde ein großer Anteil von ihnen einen schnelleren Tod sogar bevorzugen. Natürlich gibt es auch die sprichwörtlichen Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

Auch ohne Corona kritisiere ich die hohe Zahl der Menschen, die in den Krankenhäusern den lebensverlängernden Maßnahmen ausgesetzt werden. Für die Krankenhäuser sind diese Behandlungen aber ein wichtiger Umsatz, mit denen die Intensivstationen ausgelastet und die hohen Kosten für ihren Betrieb gedeckt werden können. Es ist interessant, wie schnell die Krankenhäuser die Zahl der Intensivbetten von 16.734 am 09.04. (davon 7.039 frei) auf 32.824 am 29.04. (davon 12.895 frei) fast verdoppeln konnten, nachdem Jens Spahn in seinem Rettungsschirm für die Krankenhäuser zugesagt hatte, auch die für Coronafälle freigehaltenen Intensivbetten zu bezahlen.

Es ist weder zynisch noch unmoralisch, wenn der Text nach der Berechtigung des hohen wirtschaftlichen Schadens angesichts der geringen Lebenserwartung der Geretteten fragt, die dort (wahrscheinlich wegen zu positiver Annahmen viel zu hoch) auf durchschnittlich 1.000 Tage geschätzt wird. Es ist zynisch und unmoralisch, wie die Krankenhäuser mit dem Leid der auf ihren Tod wartenden Menschen Umsatz machen! Für den 30.03.20 war um 22:45 Uhr in der ARD die Doku „Dem Sterben zum Trotz“ angekündigt. In den Programmzeitschriften fand sich dazu die Kurzbeschreibung: „90 Prozent der Kosten, die ein Mensch über sein Leben hinweg bei den Krankenkassen verursacht, entstehen im letzten Jahr seines Lebens – ein Geschäft, das sich jährlich auf Milliarden von Euro beläuft.“ Die Sendung wurde aber kurzfristig abgesetzt und stattdessen eine Lobeshymne auf Menschen gesendet, die in der Coronakrise Einsatz zeigen. Es passte vielleicht nicht, gerade jetzt das Gesundheitssystem zu kritisieren?

 

 

Lobbyismus der Pharmaindustrie

03.05.20


Man muss kein Anhänger von Verschwörungstheorien sein, wenn man von einer guten Vernetzung zwischen der Pharmaindustrie und dem Bundesgesundheitsministerium sowie seinen Instituten ausgeht. Bei der Krankheitsbekämpfung wird einseitig auf Medikamente und Impfstoffe gesetzt, auch wenn sie gar keine verfügbar sind. Es darf gar nicht der Verdacht aufkommen, dass man Krankheiten ohne Medikamente bekämpfen könne. Und die müssen natürlich von den großen Unternehmen aus Industrieländern kommen. Ein Medikament aus Kuba, das in China erfolgreich eingesetzt wurde, bekommt in Deutschland natürlich keine Zulassung. Im Verhältnis zur Bevölkerung hatte man in China im Vergleich zu Frankreich weniger als 1 % der Todesfälle; gegenüber Deutschland 4 %. Kuba hat aktuell 5,8 Tote je 1 Mio. Einwohner, Mexiko hat 15,3, die Dom. Rep. 29,8, Panama 49,3, die USA 193,5 und Deutschland 84 - für Europa ein niedriger Wert!

Vor 60 Jahren gab es keine Impfstoffe gegen Masern, Röteln, Windpocken & Co, die Kinder haben diese Krankheiten bekommen, durchgestanden und waren danach immunisiert. Ich erinnere mich, dass vor 50 Jahren an meiner Schule eine schwangere Lehrerin nach Hause geschickt wurde, weil es bei uns Röteln-Fälle gab – also eine Isolierung von Risikogruppen; sonst nichts. Und meine Generation hat es so gut überlebt, dass sie heute ein Finanzierungsproblem für die Rentenversicherung darstellt!

Ich will mich nicht zum Impfgegner erklären. Meine Kinder wurden geimpft; die Zeiten ändern sich. Ich möchte meine Eltern aber nicht als verantwortungslos bezeichnen, weil sie meine Geschwister und mich gemeinsam krank werden ließen. Sie haben unseren Tod nicht billigend in Kauf genommen. Heute bekommen die Eltern, die auf die Natur vertrauen und ihre Kinder nicht impfen lassen, dieses Etikett angehängt. Die Lobbys der Pharmaindustrie arbeiten effektiv.

Was vor 60 Jahren bei den Kinderkrankheiten funktionierte und heute als unverantwortlich gilt, kann auch bei Covid-19 funktionieren, mindestens solange es keinen Impfstoff gibt. Das möchte die Pharmaindustrie aber lieber verhindern, denn wenn es ein Beispiel gibt, dass man ihre Produkte nicht wirklich braucht, ist das nicht gut für das Geschäft. Also üben die Lobbyisten des Robert-Koch-Instituts Druck aus, damit die Geiselnahme der Bevölkerung fortgesetzt wird. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft forderte die Politik am 1. Mai in einem offenen Brief auf, die einseitige Fixierung auf eine rein virologische Sichtweise zu beenden. Dem kann man sich nur anschließen! Hier übertreibt die Pharmaindustrie ihr Marketing.

Das Statistische Bundesamt hat am 30.04.20 außer der Reihe die Datei „Sterbefälle nach Altersgruppen und Tagen 2020 in Deutschland – aus Rohdaten“ veröffentlicht. Die Auswertung endet am 05.04.20; die Daten sind also sehr aktuell! In dem Monat vom 06.03. bis 05.04.20 sind in Deutschland 86.423 Menschen gestorben, davon lt. RKI 1.296 mit einer Corona-Infektion. Im Drei-Jahres-Durchschnitt von 2017-19 waren es 89.454 Menschen; mit Corona sind also in 2020 3.031 Menschen weniger gestorben als im Drei-Jahres-Durchschnitt ohne Corona! Mit einer anderen Politik ließe sich dieses Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht halten. Trotzdem wäre sie wie der Umgang der Generation meiner Eltern mit den Kinderkrankheiten – verantwortungsvoll!

 

 

Satire

25.04.20

 

„Donald Trump verbreitet eine höchst eigenwillige Idee zur Corona-Therapie. Der Aufschrei ist groß. Der amerikanische Präsident will den Vorstoß daraufhin als Sarkasmus verstanden wissen.“ (https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/nach-desinfektionsmittel-idee-trump-mueht-sich-um-schadensbegrenzung-16741259.html) Daraus lernen wir, dass man diesen Präsidenten nicht ernstnehmen sollte. Vor ihm haben aber auch schon andere Präsidenten innovative Vorschläge gemacht. Der weißrussische Präsident Lukaschenko schlug z.B. einen Saunabesuch und viel Wodka vor. Dieser ältere Vorschlag geht in eine ähnliche Richtung – Alkohol desinfiziert! Und der natürliche Weg durch den Hals ist millionenfach erprobt und ungefährlicher als eine Spritze mit Desinfektionsmittel. Vielleicht gelangt dabei auch mal etwas Hochprozentiges in die Luftröhre. Es werden sich wahrscheinlich auch genug junge Männer ohne oder mit leichten Symptomen als Freiwillige finden, die sich bei einer wissenschaftlich begleiteten Corona-Party auf 2 Promille bringen, um damit die Wirkung von Alkohol auf die Viren zu testen. Bei einem Erfolg dieses Experiments müssten wir uns nur einmal alle kräftig besaufen, und der Spuk wäre vorbei. Man sollte sich aber vorher verständigen, ob die Risikogruppen dann an Corona oder an Alkoholvergiftung sterben würden! Die Urheberschaft für diesen Therapieansatz sollten man dann aber fairer Weise Herrn Lukaschenko und nicht Herrn Trump zusprechen.

 

 

 

Informationspolitik des Robert-Koch-Instituts

 

24.04.20 (Grafiken am 11.05. aktualisiert)

 

Winston Churchill wird die Aussage zugeschrieben: „Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe.“ Bei veröffentlichten Daten ist immer nach der Interessenlage des Urhebers zu fragen. Und die Medizin-Lobby hat hauptsächlich ein Interesse: mehr Geld für das Gesundheitssystem! Dieses Ziel kann man gut erreichen, wenn Angst vor Krankheiten verbreitet wird. Das Robert-Koch-Institut meldet täglich steigende Fallzahlen; wichtig sind aber die Zahlen, die nicht hervorgehoben werden.

 

Die täglichen Meldungen vom 04.03. bis 10.05.20 können mit folgender Grafik zusammengefasst werden:

 

Die Fallzahlen haben sich von 262 auf 169.218 versechshundertsechsundvierzigfacht. Die als bedrohlich inszenierte Todesfälle sehen in der Grafik schon sehr klein aus. Seit über einem Monat wird auch die Zahl der Genesenen berichtet. Nun kann man leicht die Differenz „gemeldet - verstorben - genesen“ errechnen, und man erhält die aktuell betroffenen Personen. Dieser Anteil ist in einem Monat von 73 % auf 10,3 % gefallen, was man sehr schön sieht, wenn man die gemeldeten Fälle mit 100 % ansetzt:

Aus einer angsteinflößenden Statistik wird eine Nachricht, die Zuversicht ausstrahlt.

 

Inzwischen wissen wir aus den Obduktionsergebnissen aus Hamburg, dass die Verstorbenen vor allem an Bluthochdruck, Herzinfarkten, Arteriosklerose oder Herzschwäche litten, dass bei zwei Drittel außerdem Vorerkrankungen der Lunge vorlagen und knapp die Hälfte andere Organschäden oder transplantierte Organe hatten. Die als unseriös diffamierte Einschätzung, dass die Infektion für die Normalbürger eigentlich ziemlich ungefährlich sei, wird mit den Ergebnissen gestützt und die Bedrohungsszenarien des RKI werden immer löchriger.

Interessant ist auch ein Blick auf freie Kapazität der Intensivstationen. Der Shutdown wurde mit der Angst vor dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems begründet. Seit dem 09.04. berichtet das RKI über die Auslastung der Intensivstationen mit Corona-Fällen. Zwischen dem 16.04. und dem 23.04. hat die sich die Zahl der behandelten Personen um lediglich 3 (= 0,1 %) erhöht. Im gleichen Zeitraum wurden 2.995 Intensivbetten (das tausendfache!) zusätzlich zur Verfügung gestellt! In den 2 Wochen vom 09.04. bis 23.04. wurde die Anzahl verdoppelt; 84 % der Kapazität ist frei.


Diese seltsamen Beobachtungen kann ich vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen einordnen. Kankenhäuser werden wie Unternehmen geführt, und die müssen vor Allem ihre Leistung verkaufen. Als ich vor 29 Jahren Leiter Finanz- und Rechnungswesens eines städtischen Krankenhauses war, wurden die Krankenhäuser nach Pflegetagen bezahlt. Es gab die große Unsitte, gesunde Patienten möglichst lange im Krankenhaus zu behalten, um Umsatz zu machen, die freien Kapazitäten zu verstecken und eine 99-%-Auslastung zu erreichen. Vor 17 Jahren hat die Politik endlich darauf reagiert und die Abrechnung nach German Diagnosis Related Groups (DRGs) eingeführt. Die Krankenhäuser werden also inzwischen nach Fallzahlen und ihrer Schwere bezahlt. Aber auch das führte nicht zum Abbau der Überkapazitäten. Vielmehr wurden jetzt viel schwerere und damit teurere Fälle als früher diagnostiziert und es werden auch gern überflüssige Behandlungen durchgeführt. Die muss man den Menschen "andrehen", und Angst machen gehört zum Geschäft. Natürlich geht das auf die Knochen der einfachen Ärzte und Pflegekräfte; früher waren die gesunden Patienten ja sehr pflegeleicht. Die überflüssiger Weise operierten Patienten sind nach der Operation natürlich wirklich krank, auch wenn sie es vorher nicht waren. Den Chefärzten geht es aber um ihren gut bezahlten Arbeitsplatz, der bei der Zusammenlegung unterausgelasteter Abteilungen bedroht wäre.

Nicht die Menschen sind krank, sondern das Gesundheitssystem! Natürlich will jeder Verkäufer den Kunden einreden, dass diese sein Produkt brauchen. Ein normaler Kunde glaubt aber nicht alles. Im Gesundheitssystem bestellt der Kunde dagegen alles, was der Verkäufer vorschlägt, und die Krankenkasse muss es bezahlen. Ich will hier nicht behaupten, dass die Ärzte das Corona-Virus nur erfunden hätten. Aber wenn die Ärzte eine Krankheit erfinden könnten, würden sie es wohl auch tun; anderswo nennt man das Produktinnovation. Das Dramatisieren einer Krankheit ist aber schon seit der Einführung der DRGs eine völlig normale Erscheinung.

Das Robert-Koch-Institut ist Teil dieses kranken Gesundheitssystems, das die gewinnbringende Dramatisierung von Krankheiten inzwischen verinnerlicht hat. Natürlich soll hier keine planmäßige Verschwörung behauptet werden, aber irgendwann verselbständigt sich ein im System angelegtes Verhalten. Wenn im Einzelfall einem 89jährigen aus wirtschaftlichen Motiven eine komplizierte Herzoperation aufgeschwatzt wird, obwohl er die Genesungsphase wahrscheinlich nicht mehr überleben würde, dann muss natürlich jeder Sterbende zu einer menschlichen Tragödie aufgebauscht werden. Würden die Medizinfunktionäre des Robert-Koch-Instituts eine entspannte Haltung gegenüber um 12 % erhöhten täglichen Todesfällen (Spitzenwerte am 10. und 17.04. mit je 299 Toten bei 2.600 Todesfällen täglich) einnehmen, würden sie im Ergebnis ihren Chefarzt-Kollegen in den Krankenhäusern in den Rücken fallen. Also muss man den einmal eingeschlagenen Weg fortsetzen!

Wenn ich mir die Statistik der Intensivbetten ansehe, dann scheint sich in den letzten 30 Jahren nichts Grundlegendes verändert haben. Wenn die Krankenhäuser in 2 Wochen 3.000 Intensiv-Betten aus dem Hut zaubern konnten, dann muss es die versteckten Kapazitätsreserven noch immer geben. Die Medizin-Lobby ist noch immer in der Lage, die Politiker an der Nase herumzuführen! Auch wenn die Politiker das jetzt langsam bemerken sollten, stecken sie doch in einer Zwickmühle. Sollen sie weiter dem Rat des RKI folgen und immer tiefer in die Sachgasse hineinfahren? Oder sollen sie sich zu ihrer Naivität bekennen und den Rückgang einlegen? Wahrscheinlich will die Kanzlerin versuchen, die guten Umfragewerte für die CDU irgendwie bis zur Bundestagswahl zu retten.

Man könnte sich darüber amüsieren, wenn es das Volk nicht so teuer zu stehen käme.  

 

 

Der Gastronomie den Stinkefinger!

 

24.04.20

 

Auf Anweisung der Landesregierungen dürfen Gaststätten nicht öffnen. Zum Ausgleich hat die Bundesregierung am Abend des 22.04.20 die befristete Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Speisen von 19 auf 7 % beschlossen. (Quelle: Frankfurter Rundschau, https://www.fr.de/panorama/corona-krise-kurzarbeitergeld-schulen-gastronomie-koalition-plant-neue-milliardenhilfen-zr-13699235.html) Bei einer Pizza für 10 € würden also 94 Cent mehr in der Kasse bleiben. Damit würde der Verkauf am Tisch mit dem Verkauf to-go gleichgestellt, für den mit den 94 Cent aber auch die Transportverpackung bezahlt und der Lieferdienst subventioniert wird.

  

Aber welchen Vorteil soll die ermäßigte Umsatzsteuer haben, wenn die Gastronomie wegen der Schließung gar keine Umsätze hat, die sie versteuern könnte? Für die behördlich angeordnete Zeit der Schließung gibt es also keinen Ausgleich. Und anschließend muss wegen der Abstandsregelung die Zahl der Tische reduziert werden, was wieder Umsatzeinbußen bedeutet. 9,4 % ist da nicht viel! Und was ist mit den Gaststätten ohne Küche? Der gesellige Kneipenbesuch wird wegen der Verunsicherung der Bevölkerung wohl sehr lange nicht mehr stattfinden. Diesen Gaststätten bleibt nur das Massensterben.

  

Die Kleinunternehmer werden die wirklichen Corona-Toten sein. Die Todesopfer aus der Statistik sterben nur  m i t   Corona. Der Mittelstand stirbt aber   a n   Corona!

 

Auswertung der Statistik

 

21.04.20:

 

Ich möchte die Aufbereitung der Todesfallstatistik 2018 und die Schlussfolgerungen für die Corona-Krise in einem anderen Format fortsetzen – weniger ist mehr. Ich habe zunächst 3 Altersgruppen verdichtet, und zwar unter 60, 60-79 und ab 80. Weil das Robert-Koch-Institut die Zahl der Grippe-Toten für 2015/16 mit 0 angegeben hat und es auch keine extreme Hitzewelle gab, kann dieses Jahr als Normalsituation unterstellt werden. Hierzu muss aber erwähnt werden, dass die Grippewelle 2016/17 relativ früh einsetzte und im letzten Quartal 2016 schon höhere Fallzahlen zu beobachten sind. Ich habe dann für die Jahre 2017 und 2018 die Abweichungen zu 2016 errechnet und zur besseren Übersicht zu Monaten verdichtet. Im gesamten Jahr gab es in 2017 23.928 und in 2018 46.530 zusätzliche Todesfälle gegenüber 2016, obwohl wegen der Grippewelle 2016/17 im letzten Quartal sogar erheblich weniger Todesfälle registriert wurden als 2016. Die Steigerung betraf fast ausschließlich die Altersgruppe ab 80 mit zusammen 71.009 zusätzlichen Toten.

  

In der Altersgruppe 60-79 zeigt sich sehr deutlich, dass auf die höheren Zahlen in Jan./Febr. 17 bzw. Febr./März 18 niedrigere Zahlen in März/April 17 bzw. Mai/Juni 18 folgten. Diesen Effekt wird es auch bei Corona geben.

  

Jan./Febr. 17:       + 30.881      

März/Apr. 18:      + 35.298

Juli/Aug. 18:         + 10.558

zusammen:         + 76.736

  

Warum soll es verantwortungsvoll sein, 76.736 Tote, davon 71.009 im Alter ab 80, zu ignorieren, jetzt bei ca. 5.000 Toten, davon 86 % in der Gruppe ab 80, den nationalen Notstand auszurufen und die Kritik an den extremen Maßnahmen der Politik mit ihren unabsehbaren wirtschaftlichen Folgeschäden für verantwortungslos zu erklären.

   

  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Jahr
17: < 60 120 27 -565 -309 -25 -51 -416 -241 -296 -331 -290 -376 -2.753
18: < 60 -147 39 548 -36 -292 -245 -181 127 -451 -444 -331 -562 -1.975
17: 60-79 2.977 3.452 -1.469 -1.188 314 -574 -306 -135 -10 -634 -652 -1.106 669
18: 60-79 3 2.674 5.383 290 -559 -914 178 1.168 -462 -1.167 -1.259 -1.927 3.408
17: > 79 11.069 13.236 1.299 -615 869 1.083 11 570 662 193 -1.120 -1.245 26.012
18: > 79 3.250 9.150 17.504 3.969 974 1.301 3.486 5.780 1.584 -351 -699 -851 45.097
17: alle 14.166 16.715 -735 -2.112 1.158 458 -711 194 356 -772 -2.062 -2.727 23.928
18: alle 3.106 11.863 23.435 4.223 123 142 3.483 7.075 671 -1.962 -2.289 -3.340 46.530

 

15.04.20:

 

Zu der Situation der Intensivstationen veröffentlicht das RKI seit dem 09.04.20 aussagefähige Daten. Hier eine Zusammenstellung:

 

 

auf
 Intensiv-           anderswo insgesamt
  station freie Betten gesamt hier gestorben gestorben gestorben
20/04/20 2.793 12.260 81,45% 15.053 59 53,64% 51 110
19/04/20 2.889 12.665 81,43% 15.554 50 27,17% 134 184
18/04/20 2.922 12.336 80,85% 15.258 123 50,83% 119 242
17/04/20 2.868 11.901 80,58% 14.769 305 102,01% -6 299
16/04/20 2.773 11.312 80,31% 14.085 255 80,95% 60 315
15/04/20 2.679 9.902 78,71% 12.581 228 80,00% 57 285
14/04/20 2.488 8.597 77,56% 11.085 66 38,82% 104 170
13/04/20 2.447 8.307 77,25% 10.754 88 69,84% 38 126
12/04/20 2.405 8.325 77,59% 10.730 66 51,16% 63 129
11/04/20 2.204 7.091 76,29% 9.295 65 47,10% 73 138
10/04/20 2.204 7.609 77,54% 9.813 154 51,51% 145 299
09/04/20 1.888 7.039 78,85% 8.927 93 37,80% 153 246

 

 

Es werden ständig neue Kapazitäten geschaffen, die zu knapp 80 % frei sind. Der Zusammenbruch des Gesundheitssystems dürfte in nächster Zeit wohl nicht drohen. Im Mittel sterben nur etwas weniger als die Hälfte der Corona-Toten auf Intensivstationen. Hat man bei der anderen Hälfte die Infektion vielleicht erst nach dem Tod festgestellt?

 

Diese Frage sollte auch mit einer kritischen Nachfrage zu den sog. Risikogruppen verbunden werden. Bei einem Vergleich der zwischen dem 30.03. und dem 20.04.20 registrierten Coronatoten mit den im gleichen Zeitraum in 2016-18 festgestellten Todesfällen kommt man zu der nicht sehr überraschenden Erkenntniss, dass auch in der Vergangenheit ältere Menschen häufiger gestorben sind als Junge. Mit Corona-Infektion ist die Altersgruppe unter 60 nur halb so oft, die Altersgruppe 60-69 etwas seltener und die Gruppe 70-79 nur leicht häufiger gestorben.  

 

Signifikant höhere Todesraten gibt es in der Altersgruppe 80-89, während in der Gruppe ab 90 das Todesrisiko ohne Corona-Infektion sogar höher ist. Reichen diese Zahlen aus, um den Menschen ab 60 systemisch Angst zu machen? Oder hat das Robert-Koch-Institut schlicht übersehen, dass sowieso über 90 % der durchschnittlich 2.600 Todesfälle täglich 60 Jahre und älter sind? 

 

    ohne   mit
 < 60   9,8%   4,7%
 60-69 11,8%   9,3%
 70-79 23,5%   24,0%
 80-89 36,0%   44,5%
 > 89   18,9%  

17,5%

 

Und es ist völlig natürlich und gut so, dass die Altern und nicht die Jungen sterben!

 

 

13.04.20:

 

Generationengerechtigkeit


Malu Dreyer sagte in den Tagesthemen vom 12.02.20:  „… wir sollten darauf achten, dass Generationen nicht ausgespielt werden, sondern dass unsere Gesellschaft auch in Zukunft zusammenhält.“ (https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-687003.html) In Ausübung meiner Beratungspflicht nach § 35 Abs. 1 Beamtenstatusgesetz möchte ich als Beamter des Landes Rheinland-Pfalz meiner obersten Dienstherrin folgenden sachlichen Rat erteilen:

Die Umsetzung dieses Anspruchs, die Generationen nicht gegeneinander auszuspielen, erfordert Solidarität in beide Richtungen. Die junge Generation ist mit den Alten solidarisch, indem sie ihr die Renten finanziert. Jetzt muss auch die alte Generation mit den Jungen solidarisch sein und ihnen erlauben, das Einkommen zu erarbeiten, aus dem sie ihnen die Renten erst zahlen können. Es wäre nicht unsolidarisch, wenn nur die Altersgruppen ab 70 einem Kontaktverbot unterliegen und die übrigen Altersgruppen zu einem normalen Leben zurückkehren würden. Für jüngere Menschen mit relevanten Vorerkrankungen könnten Ausnahmen gelten.

Die Entwicklung und Produktion eines Impfstoffes oder Medikaments dauert unter normalen Bedingungen etwa 5 Jahre; schneller als 1,5 Jahre wird man nie sein können. In dieser Zeit kann nur eine natürliche Immunisierung erfolgen, indem sich die Generationen unter 60 mit einem Todesfallrisiko von aktuell 0,15 % gegenseitig infizieren, dann schlimmstenfalls ein paar Tage mit Fieber im Bett liegen und nach einer Woche wieder zur Arbeit gehen. Diese natürliche Impfung wäre bei einem Kontaktverbot auch gegenüber den Alten höchst solidarisch.

Es ist nicht unsolidarisch von den Jungen, dass sie seltener sterben als die Alten! Im Mittel der Jahre 2016-18 waren 55,3 % der Verstorbenen 80 Jahre oder älter, 78,4 % 70 oder älter und 90,3 % 60 oder älter. Wenn die Altersgruppen ab 70 aktuell 86,3 % der Corona-Toten statt der üblichen 78,4 % stellen (ab: 80 62,3 % statt 55,3 %), dann gelten sie damit als Risikogruppe. Es wäre auch nicht unsolidarisch von den Altersgruppen unter 70, wenn sie mit einem um 36 % reduzierten Todesrisiko (13,7 % bei Corona statt durchschnittlich 21,6 %) den Laden wieder zum Laufen bringen würden.

Wenn z.B. der Chef der Hamburger Rechtsmedizin das Virus als letzten Tropfen bezeichnete, der das Fass zum Überlaufen brachte. (Hamburger Morgenpost v. 06.04.20, https://www.mopo.de/hamburg/rechtsmediziner--ohne-vorerkrankung-ist-in-hamburg-an-covid-19-noch-keiner-gestorben--36508928), dann ist das Risiko überschaubar. Es wäre ein Erfolg, wenn die Anzahl dieser letzten Tropfen das Doppelte einer normalen Grippewelle mit 20-25.000 Toten nicht überschreiten würde. Mit 40-50.000 Corona-Toten wäre das das 15fache bis 18,5fache der aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (12.04.: 2.673). Bis zu 100.000 Tote wären noch hinnehmbar. Zum Vergleich: Die Spanische Grippe 1918 forderte 600.000 Tote in Deutschland und 50 Mio. Tote weltweit - bei einer Weltbevölkerung von unter 2 Mrd. gegenüber aktuell mehr als 7 Mrd.!

 

Schaden durch Lockdown größer als durch Corona

 

Prof. Dr. Alexander Kekulé: Inhaber des Lehrstuhls für Medizinische Mikrobiologie und Virologie der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale): „Wir können nicht auf einen Impfstoff warten und für weitere sechs bis zwölf Monate im Lockdown-Modus leben. Wenn wir das tun würden, würde unsere Gesellschaft und unsere Kultur zerstört“

  

Alexander Kekulé schlägt einen Drei-Stufenplan vor.

  • Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, also diejenigen, die für das Coronavirus am anfälligsten sind, sollen weiter isoliert bleiben. Kekulé: „Wir müssen sie überzeugen, zu Hause zu bleiben. Aber wir müssen auch Wege finden, die Situation für sie erträglich zu gestalten, so dass z.B.. auch Einkäufe und soziales Leben möglich sind.“ Wenn diese vulnerable Gruppe das Haus verlässt, gilt Mundschutz- oder Maskenpflicht.
  • Auch für gewisse Berufsgruppen wie zum Beispiel Kassierer soll es eine Maskenpflicht geben. „Wir müssen uns alle daran gewöhnen, Gesichtsmasken zu tragen“, sagt Kekulé, der mit diesem Vorschlag bei weitem nicht der einzige ist. Die Maskenpflicht, sofern sie denn in ausreichender Menge vorhanden sind, hat auch ein 14-köpfiges Team aus Wissenschaftlern und Ärzten in einem Positionspapier als sinnvoll erachtet. Allerdings nicht zwingend an der frischen Luft, sondern innerhalb von Gebäuden. Kekulés Slogan: „Kein Held ohne Maske.“
  • Der 61-Jährige schlägt vor, dass zugelassen wird, dass sich junge Menschen (bewusst) mit Sars-CoV-2 infizieren, um schnellstmöglich immun zu werden. Bei den Altersgruppen <50 sind die Krankheitsverläufe in der Regel harmlos. Insofern – so der Epidemiologe – müssen nach dem Lockdown Schulen und Kindergärten zuerst geöffnet werden. Dänemark plant dies übrigens bereits nach Ostern. 

(Kölner Express v. 13.04.20, https://www.express.de/news/panorama/virologe-stellt-these-auf-schaden-durch-lockdown-groesser-als-durch-corona-36548638)

 

 

 

Auszug aus dem Täglichen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts vom 12.04.20:

 

Die 128 Todesfälle in den Altersgruppen unter 60 entsprechen 2,14 je 1 Mio. Einwohnern in diesem Alter. Die 238 Toten zwischen 60 und 69 sind schon 23,1 je 1 Mio.; das 10,8fache, aber immer noch vertretbar. Die nächste Gruppe zwischen 70 und 79 mit 641 Toten hat schon ein Risiko von 83,4 je 1 Mio., oder das 40fache der unter 60jährigen. Aber nur die 80-89jährigen und die über 90jährigen haben mit 1.219 bzw. 442 Toten oder 259,9 bzw. 632,5 je 1 Mio. Einwohner (umgerechnet, es gibt nur 699.000) ein 121,5fache bzw. 295,6fache höheres Risiko wie die unter 60jährigen.

Weil es keine Impfungen gibt, kann eine Immunisierung der Bevölkerung nur erreicht werden, wenn 2/3 der Menschen die Krankheit gehabt haben und der Organismus Anti-Körper bilden konnte. (vgl. https://www.tagesschau.de/inland/corona-entwicklung-interview-101.html ) Wäre es dann nicht sinnvoller, die Altersgruppe "ab 70", 16 % der Bevölkerung mit 17 % der Infizierten und 86 % der Todesfälle, konsequent zu isolieren und dem Rest der Bevölkerung wieder ein normales Leben zu erlauben? Wenn 80 % der unter 70jährigen die Krankheit hatten, wäre die „Durchseuchung“ von 67 % der Bevölkerung erreicht. Ihr Risiko, an der Infektion zu sterben läge nur bei 2,8 % des Risikos der Gruppen ab 70. Gehen die aktuellen Maßnahmen vielleicht genau in die falsche Richtung?
 

 

06.04.20:

 

Prof. Dr. Klaus Püschel, Chef der Hamburger Rechtsmedizin:
„Ich bin überzeugt, dass sich die Corona-Sterblichkeit nicht mal als Peak in der Jahressterblichkeit bemerkbar machen wird ... Alle, die wir bisher untersucht haben, hatten Krebs, eine chronische Lungenerkrankung, waren starke Raucher oder schwer fettleibig, litten an Diabetes oder hatten eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.“ Da sei das Virus sozusagen der letzte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen brachte. „Wir hatten – das weiß noch keiner – gerade auch die erste 100-Jährige, die an Covid-19 verstorben ist.“ Ob es da auch der letzte Tropfen gewesen sei? „Der allerletzte“, so Püschel.
(Hamburger Morgenpost v. 06.04.20, https://www.mopo.de/hamburg/rechtsmediziner--ohne-vorerkrankung-ist-in-hamburg-an-covid-19-noch-keiner-gestorben--36508928)

 

Deutsche Welle:

Kommt ein Corona-Medikament aus Kuba nach Deutschland?

In China soll INFrec bei COVID-19 geholfen haben. Deshalb will ein Unternehmer es nach Deutschland bringen. Eine Ladung steht bereit, doch bisher darf er sie nicht einführen. Nun verhandelt er mit einem anderen Land.
https://www.dw.com/de/kommt-ein-corona-medikament-aus-kuba-nach-deutschland/a-53003683

 

 

05.04.20:

 

Ich glaube, dass ich auf dieser Seite inzwischen alles Wichtige gesagt habe. Ich hatte meine Aussagen ab dem 13.03.20 mit der Bemerkung eingeleitet, die Angemessenheit der Beschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise nicht einschätzen zu können. 3 Wochen später haben sich bei mir folgende Thesen herauskristallisiert:


Jeder Regierung wird es schwer fallen sich dem internationalen Herdentrieb, ähnliche Maßnahmen wie in anderen Ländern ergreifen zu sollen, zu entziehen. Es würde sehr viel Mut erfordern, für das eigene Land einen eigenen Weg gehen zu wollen. Den haben die Politiker nicht.

In der Bibel steht in Psalm 90 Vers 12: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ Auch als Atheist kann mich dieser Satz zum Nachdenken bringen. Natürlich werden wir nicht durch unseren Tod klug. Wir werden nur durch die Erkenntnis klug, dass unser Leben zeitlich begrenzt ist, und diese Erkenntnis lehrt uns Demut. Der Mensch kann kein einziges Leben retten, er kann es nur verlängern. Die Verlängerung kann bei einem Kind ca. 80 Jahre betragen, bei einem gesunden 80jährigen ca. 8 Jahre, und bei einem Kranken vielleicht nur 8 Monate. Und das Leben hat einen Wert, der von der Lebensqualität abhängt. Dann muss aber der Aufwand, der für diese Lebensverlängerung betrieben wird, mit der geretteten Lebenszeit und -qualität in einem angemessenen Verhältnis stehen. Diese Klugheit fehlt unseren Regierungen, wie auch den Medizinfunktionären. Der Leiter des Robert-Koch-Instituts wirkt nicht demütig, sondern hochmütig. Er müsste die Lektion des Psalm 90 Vers 12 noch lernen! Die Krankenhausärzte lernen dagegen täglich Demut.

 

Eine Christin, die mir den Psalm erklärt hatte, sagte mir: „Wenn Gott jetzt die Menschen zu sich ruft, die sich sonst noch Wochen und Monate quälen würden, dann ist das eine Gnade und keine Strafe Gottes.“ Als Atheist wurde ich das anders formulieren. Die Menschen neigen zur Übertreibung. Es ist gut, wenn alte Leute ein menschenwürdiges Leben führen können. Man muss aber auch loslassen können. Es ist eine psychische Folter, wenn sterbende Menschen im Bewusstsein des nahen Todes noch künstlich im Leben gehalten werden. Meistens wollen sie gehen, aber man lässt sie nicht. Für diese Menschen ist Corona eine Chance!

Mit dieser christlichen Demut muss ich auch als Atheist einschätzen, dass die getroffenen Maßnahmen und der extreme wirtschaftliche Schaden, den sie verursachen, unverhältnismäßig sind. Es besteht ein krasses Missverhältnis zwischen der wahrscheinlichen Schadenshöhe und dem theoretisch erreichbaren Nutzen. Selbst wenn man mit den Maßnahmen das Leben von 100.000 oder sogar 1 Mio. Menschen verlängern könnte, wären die Kosten wegen der relativ kurzen Lebensverlängerung für die „Geretteten“ zu hoch.

Die Hightech-Medizin ist hilflos. Sie kann weder kurzfristig Impfstoffe oder Medikamente liefern, noch können die Intensivstationen Hunderttausende aufnehmen. Mit der Lehre aus Psalm 90 Vers 12 hätte man sich vorübergehend von der Hightech-Medizin verabschieden und auf eine Massenversorgung umstellen sollen. 
   
Der Gleichbehandlungsgrundsatz und das Diskriminierungsverbots wegen des Alters haben dazu geführt, dass keine gezielte Quarantäne für Risikogruppen verhängt wurde, sondern dass die gesamte Bevölkerung in Geiselhaft genommen wurde. Müssten nur die Menschen ab 70 in ihren Wohnungen bleiben, könnte die Wirtschaft weitgehend ungestört weiterlaufen und die schweren wirtschaftlichen Schäden wären verhindert worden. Weltfremde Medizinfunktionäre und Verwaltungsjuristen haben aber über den gesunden Menschenverstand gesiegt. Kritische Fragen werden als Verschwörungstheorie abgetan und wer sich nicht hinter der Kriegspropaganda der Regierung versammelt, wird zum Staatsfeind erklärt. 

Der Bürger wird die Suppe auslöffeln müssen, die die Politiker ihm eingebrockt haben. Für ihn gilt die Devise: „Halt’s Maul und friss!

 

Corona  oder  Feinstaub?

03.04.20

 

In der aktuellen Situation sind Umweltprobleme in den Hintergrund getreten. Das war aber vermutlich voreilig! In Gebieten mit hoher Feinstaubbelastung wurden erheblich höhere Infektionsraten mit COVID-19 festgestellt als weniger belasteten Gebieten. Die Süddeutsche Zeitung hatte schon am 19.03.20 auf den Zusammenhang hingewiesen. Nicht nur bei Corona korreliert die Häufigkeit (Inzidenz) von Virusinfektionen mit Konzentrationen von atmosphärischem Feinstaub (z.B. PM10, PM2,5). So wurde 2016 in Italien ein Zusammenhang zwischen der Ausbreitung des Syncytialvirus (RS-Virus) bei Kindern und der Konzentration von Partikeln beobachtet. Dieses Virus verursacht eine Lungenentzündung bei Kindern und wird durch Partikel tief in die Lunge transportiert. Die Ausbreitungsrate der Infektion hängt mit den PM10- und PM2,5-Konzentrationen zusammen. Aber Feinstaub-Partikel hatten nicht nur eine Trägerfunktion, sondern dienten auch als Substrat, das es dem Virus ermöglicht, über Stunden oder Tage lebensfähig in der Luft zu bleiben. Ob das bei COVID-19 auch der Fall sein kann, wurde noch nicht erforscht.

 

European Environment Agency: Luftqualitätsstatistik

 

 

(Quelle: https://www.eea.europa.eu/data-and-maps/dashboards/air-quality-statistics)

 

 

Es kommen jetzt also vier Faktoren zusammen. Die Luftverschmutzung belastet das Lungen in allen Altersgruppen. Jede Erkrankung schwächt den Körper zusätzlich, verläuft aber nur selten tödlich. Auch im Normalzustand ist ein hohes Alter ein weiterer Risikofaktor, der in Einzelfällen in der Kombination Umwelt + Alter + Krankheit zum Tode führen kann. In diesen wenigen Fällen wird aber natürlich die zusätzliche Krankheit und nicht die vorherige Schwächung mit der Belastung der Lungen für den Tod verantwortlich gemacht. Eine zusätzliche Atemwegsinfektion mit einem hochansteckenden Virus, der vielleicht sogar mit dem Feinstaub verbreitet wird, wird dann nach dem gleichen Muster als alleinige Todesursache beurteilt. Aber sollten wir jetzt wirklich von Corona-Toten sprechen statt von Todesfällen aufgrund der sog. Grunderkrankungen? Ohne eine solche Vorerkrankung verläuft die Krankheit glimpflich! Oder sind es nicht sogar Feinstaub-Tote, denn in Gebieten mit hoher Umweltbelastung sind die Fallzahlen weit höher als in Gebieten mit sauberer Luft?

Es kann jetzt kein Politiker plausibel erklären, warum aktuell mit brutaler Entschlossenheit die Wirtschaft unseres Landes zertört wird, und früher zum Schutz der Autoindustrie niemals wirksame Maßnahmen gegen die Feinstaubbelastung durchgeführt wurden. Sicher gab es schon früher Feinstaub-Tote, darüber gab es nur keine Statistik. Und man darf auch den Klimawandel nicht vergessen, der mit den dadurch zu erwartenden Naturkatastrophen wohl viel mehr Todesopfer fordern und wohl sogar einen größeren wirtschaftlichen Schaden verursachen wird, als den jetzt vom Amoklauf der Politiker ausgelösten. Man darf wahrscheinlich nicht auf einen Kurswechsel der Politiker hoffen. Sie erklären auch immer, dass sie auf Sicht fahren würden. Sie werden nur von den aktuellen Zahlen und dem Leiter des Robert-Koch-Instituts getrieben, aber sie haben in Wirklichkeit keinen Blick für die größeren Zusammenhänge. 

 

 

Zensur in der ARD wegen Corona?


Für den 30.03.20 war um 22:45 Uhr (beste Sendezeit?) in der ARD die Doku „Dem Sterben zum Trotz“ angekündigt. In den Programmzeitschriften fand sich dazu die Kurzbeschreibung: „90 Prozent der Kosten, die ein Mensch über sein Leben hinweg bei den Krankenkassen verursacht, entstehen im letzten Jahr seines Lebens – ein Geschäft, das sich jährlich auf Milliarden von Euro beläuft.“ Stattdessen wurde eine Lobeshymne auf Menschen gesendet, die in der Coronakrise Einsatz zeigen. Kriegspropaganda? Passt es vielleicht nicht, gerade jetzt das Gesundheitssystem zu kritisieren? Die abgesetzte Sendung findet sich aber auf Youtube (https://www.youtube.com/watch?v=MEQbVIzd-k0).

Die Hightech-Medizin versucht seit vielen Jahren, auch noch die letzten Lebenstage aus einem sterbenden Menschen herauszuquetschen, koste es was es wolle. Für die meist alten Menschen ist das der blanke Horror. Sie wollen lieber friedlich im Kreis ihrer Familie einschlafen, statt noch ein paar Wochen in einem sterilen Krankenhaus an Maschinen zu hängen, die nur die Körperfunktionen aufrechterhalten. Lebensqualität hat das nicht mehr, aber die Krankenhäuser verdienen damit ihr Geld (siehe auch die Anmerkung am Fuß diese Unterseite). Den Sterbenden wird nicht wirklich geholfen – sie werden eher gefoltert.

Auch in der aktuellen Corona-Krise wollen die Medizin-Funktionäre nicht wirklich den Menschen helfen, sie wollen ihr Geschäftsmodell retten! Sie wollen weiter Leben verlängern - koste es was es wolle, denn diese Kosten sind ihr Umsatz! Der immense volkswirtschaftliche Folgeschaden interessiert sie nicht; Wirtschaft ist nicht ihre Fachrichtung. Die Medizin-Funktionäre fürchten den Image-Schaden durch eine Krankheit, die ihre Hightech-Medizin nicht beherrschen kann, weil sie kein Medikament hat. Die Grippewelle 2017/18 mit über 25.000 Toten in Deutschland (mehr als Corana-Tote in Italien und Spanien zusammen) war keine Schlagzeilen oder Sondersendungen wert, denn Grippemedikamente gibt es schon. Aber 775 Corona-Tote (01.04., 8:00 Uhr, Johns-Hopkins-Universität), davon 2/3 über 80jährig, verursachen eine Panik! 

Müssten die Medizin-Funktionäre einräumen, dass ein Leben „schon“ mit 80 Jahren wegen einer Infektionskrankheit enden kann und dass 95 % der Infizierten ohne Hightech-Medizin wieder gesund werden, dann könnten sie auch Ihr Milliardengeschäft mit der teuren Apparatemedizin zur sinnlosen Lebensverlängerung, die inzwischen 90 % der Kosten der Krankenkassen verursacht (diese Zahl hat sogar mich erschreckt - vor 29 Jahren, siehe Anmerkung - waren erst die Anfänge erkennbar) nicht mehr rechtfertigen. Die Einschränkungen des täglichen Lebens wegen der Corona-Pandemie sollen auch in erster Linie den Zusammenbruch des Gesundheitswesens verhindern. Sie sollen also nicht Leben retten, sondern das System!

 

 

… koste es was es wolle?

 

27.03.20:

Donald Trump löst Unverständnis aus, wenn er eine schnellen Rückkehr zu normalen Verhältnissen fordert, obwohl die USA mit sehr hohen Steigerungsraten weltweit die meisten Infizierten haben. Trotzdem ist seine Aussage, die Schäden der Therapie dürfen nicht höher sein als die Schäden der Krankheit, eine Banalität. Natürlich hat er mit dieser Aussage Recht! Nur die Höhe der Schäden ist das Problem, wenn die Bewertung eines Lebens in Geld in den westlichen Gesellschaften ein Tabu-Thema ist. 

Das Durchschnittsalter der Corona-Toten lag am 25.03.20 bei 81 Jahren (Quelle: Redaktionsnetzwerk Deutschland, https://www.rnd.de/politik/corona-tote-in-deutschland-alter-der-todesopfer-liegt-laut-rki-im-durchschnitt-bei-81-jahren-BMSQTV7EIIMFYGLFWGON5BRWGQ. html) Ihre statistische Restlebensdauer beträgt bei Männern 7,38 Jahre und bei Frauen 8,77 Jahre. (Quelle: Bundesfinanzminsterium, https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/ Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Erbschaft_Schenkungsteuerrecht/2018-11-22-bewertung-eine-lebenslaenglichen-nutzung-oder-leistung-fuer-stichtage-ab-1-1-2019.pdf?__blob =publicationFile&v=1); im Durchschnitt also 8,04 Jahre oder 2.937 Tage. Mit den 267 Toten per 26.03.20 wurden also 784.075 Lebenstage vernichtet. Der wirtschaftliche Schaden beträgt bei einem wirtschaftlichen Stillstand des Landes für 3 Monate nach Berechnung des Ifo-Instituts 729.000.000.000 € oder durchschnittlich 35.000 € für eine vierköpfige Familie! Diese Kosten muss sich der Staat über Steuererhöhungen oder Leistungskürzungen irgendwie zurückholen. Wie viele Menschen müssen gerettet werden, um den gigantischen Betrag zu rechtfertigen?   

Die Pandemie wird uns dazu zwingen, uns einem Vergleich zwischen verlorener Lebenszeit und verlorenem Geld nicht länger zu verweigern. Unser Leben ist zeitlich begrenzt und deshalb kann das Leben auch keinen unendlichen Wert haben. Aber die Politiker haben Angst, den über 4,6 Mio. Menschen über 80 ehrliche Antworten auf die sich aufdrängenden Fragen zu geben.

 

24.03.20:

Die einschneidenden Maßnahmen vom 13.03.20 wurden mit einer Aussage des Leiters des Robert-Koch-Instituts (RKI) begründet, sonst würden Fallzahlen von 1 Mio. Infizierten drohen, mit denen das Gesundheitssystem überlastet wäre. Eine Studie des RKI vom 20.03.20 geht bei den Fallzahlen und ihrem Verlauf von folgenden Parametern aus:

 

Quelle:  Dr. Matthias an der Heiden + Dr. Udo Buchholz, Robert Koch-Institut, Abteilung für Infektionsepidemiologie: Modellierung von Beispielszenarien der SARS-CoV-2-Epidemie 2020 in Deutschland, Berlin, 20.03.2020, S. 4  https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Modellierung_Deutschland.pdf?__blob=publicationFile

Auf die befürchteten Fallzahlen von 1 Mio. umgerechnet würde das bedeuten:
 - 955.000 Infizierte hätten 9 Tage lang maximal leichte Symptome und wären 14 Tage nach der

   Infektion wieder gesund, und dann vermutlich immunisiert.
- 45.000 Infizierte müssten mit starken Symptomen ins Krankenhaus.
- 33.750 dieser ernsthaft Erkrankten wären 3 Wochen nach der Infektion wieder gesund und wohl

   ebenfalls immunisiert.
- 11.250 Patienten müssten 9 Tage nach der Infektion auf die Intensivstation.
- 5.625 dieser Patienten wären nach 10 Tagen wieder gesund.
- 5.625 Patienten würden versterben, das wären 0,56 % der Infizierten.
- am 24.03.20 um 11:30 Uhr meldete die Johns-Hopkins-Universität für Deutschland 29.560

   Infizierte und 126 Tote, das waren 0,43 % der Infizierten.

Bei 500.000 Krankenhausbetten in Deutschland ist anzunehmen, dass man 45.000 zusätzliche Patienten (= 9 %) noch verkraften könnte, auch ohne Notfalllazarette aufzustellen. Wahrscheinlich müssten andere Patienten dafür früher entlassen werden. Bei 11.250 zusätzlichen Patienten auf Intensivstationen müssten aber wahrscheinlich Abstriche an der Versorgung gemacht werden. Weil aber wohl hauptsächlich Beatmungsgeräte gebraucht werden, wäre das keine unerreichbare Zahl. 

Nach den Annahmen des RKI könnte man weniger als 5.500 Menschen retten (5.499, wenn ab sofort niemand mehr sterben würde), und dafür hätte die Politik einen Schaden von 729 Mrd. EUR verursacht (Quelle: DIW), also 132.569.558 EUR pro Gerettetem. Wenn sie wegen ihres fortgeschrittenen Alters noch eine Restlebenserwartung von 1.560 Tagen (= 8,2 Jahre : 2  +  0,5 Jahre : 2; Berechnung siehe unten) hätten, dann wären das Kosten von ca. 85.000 EUR pro Person und Tag. Bei einer Annahme von 10 Mio. Infizierten (das 338fache vom 24.03.20 – wahrscheinlich worst cases) wären es „nur“ 8.500 EUR pro Tag und Person.   

Einem Ökonomen überkommt das blanke Entsetzen, wie leichtfertig Politiker und Mediziner auf der Grundlage dieser nicht sehr dramatischen Annahmen mit der wirtschaftlichen Grundlage unserer Gesellschaft umgehen. Die Lehman-Pleite war dagegen nur ein „Vogelschiss“! 

siehe auch:                          Focus v. 23.03.2020           Berechnung des Ifo-Instituts

Wirtschaftsforscher:          Corona-Krise kostet Deutschland bis zu 730 Milliarden Euro

https://www.focus.de/finanzen/boerse/konjunktur/berechnung-des-ifo-instituts-wirtschaftsforscher-corona-krise-kostet-deutschland-bis-zu-730-milliarden-euro_id_11801523.html

Anmerkung:  nicht die Krise verursacht diese Kosten, sondern die Maßnahmen der Politik

 

 

21.03.20:

  

Die Regierenden haben sich anscheinend auf eine Verschärfung der Maßnahmen verständigt. Wenn ein Medikament nicht wirkt, wird die Dosis erhöht – trotz der Nebenwirkungen! Am 20.03. sind Spanien und Deutschland bei den Infektionen am Iran auf Platz 3 und 4 (hinter China und Italien) vorbeigezogen, die USA liegen mit knappem Abstand auf Platz 6.  (update 22.03.: USA 3, Spanien 4, Deutschland 5, Iran 6). Bei den Infizierten pro 1 Mio. Einwohner liegen Italien, die Schweiz und Spanien vorn.

  

Unser Gesundheitssystem mit 500.000 Krankenhausbetten für 83 Mio. weitgehend gesunde Menschen ist auf die aktuelle Situation nicht ausgelegt. In normalen Zeiten können sich die Mediziner mit ihrem Ehrgeiz, unheilbare Krankheiten heilen zu wollen, überbieten. Schon das ist nicht immer im Interesse der Kranken, wenn z.B. einem 89jährigen nach einem Herzinfarkt eine aufwendige Herzoperation aufgeschwatzt wird, die er dann zwar überlebt, nicht aber die in diesem Alter sehr langwierige und quälende Heilung danach. Ein intensives Gespräch über ein erfülltes Leben, das immer mit dem Tod endet, würde den Betroffenen in solchen Fällen wahrscheinlich mehr helfen als sich mit aller Kraft gegen das Unausweichliche zu stemmen und den Kampf vorhersehbar zu verlieren. Aber damit würden die Krankenhäuser kein Geld verdienen.

  

Auch bei Corona stemmen sich die Mediziner, die die Regierenden beraten, gegen die Erkenntnis, dass unser High-Tech-Gesundheitswesen mit der Ausrichtung auf Spitzenleistung zu Spitzenpreisen für wenige Fälle für die aktuelle Situation nicht ausgelegt ist. Viele Politiker vergleichen die Krise mit einem Krieg. Aber dort gibt es doch auch Tote und Verletzte! Die Militärärzte wissen dann, dass sie. nicht alle Verletzten retten können, deren Verletzungen in einem normalen Krankenhaus nicht tödlich wäre. Sie versuchen dann gar nicht, alle zu retten und sie hoffen auf 80-90 %. Auch jetzt müsste von schmal und tief auf breit und flach umgeschaltet werden. Wir brauchen eine möglichst einfache aber massentaugliche Versorgung der ernsthaft Erkrankten, die nicht jedem von ihnen, aber hoffentlich doch 80-90 % helfen wird. Die müsste jetzt organisiert werden statt mit wahrscheinlich untauglichen Maßnahmen zu versuchen, die Fallzahlen zu senken und den Zusammenbruch eines falsch ausgerichteten Gesundheitssystems zu verhindern.

  

Auch die Mentalität, Leben um jeden Preis retten zu wollen, gehört auf den Prüfstand. Uns muss wieder bewusstwerden, dass unser Leben niemals ewig dauert. Ein Leben mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 80 Jahren dauert unter Berücksichtigung der Schaltjahre 29.220 Tage. Ist man schon 80, lebt man noch durchschnittlich 8,2 Jahre, also 2.995 Tage. Ein 60jähriger Mann (wie ich) kann statistisch noch auf 21,6 Jahre oder 7.889 Tage hoffen. Die Politiker sind aktuell bereit, einen wirtschaftlichen Schaden von vielleicht 300 Mrd. EUR (der Finanzminister hat einen Nachtragshaushalt von 150 Mrd. beantragt, nochmal der gleiche Betrag dürfte bei den Bürgern hängenbleiben) zu verursachen, um geschätzt 10.000 Leben zu retten (genauer: zu verlängern), das wären Kosten von 30 Mio. EUR pro Person! Weil es sich dabei fast ausschließlich um Menschen höheren Alters oder mit Vorerkrankungen handelt, könnte man zunächst von der Restlebensdauer eines 80jährigen von 2.937 Tagen ausgehen. Diese Zeit ist wahrscheinlich noch maßlos übertrieben, denn ein sehr großer Teil der Verstorbenen hätte ihre schwere Vorerkrankung wahrscheinlich nicht überlegt. Jetzt sind sie aber für die Statistik Corona-Tote und nicht mehr als Krebs-Tote. Man dürfte die 2.937 Tage wohl höchstens für die Hälfte annehmen und für die andere Hälfte ca. 183 Tage oder ein halbes Jahr. Das würde dann im Durchschnitt nur noch 1.560 Tage Restlebenszeit ergeben. Wir reden also von mindestens 19.000 EUR pro Tag und pro Person. Würden die Betroffenen das wollen, wenn sie selbst diese Rechnung bezahlen müssten?  

 

Aber am Ende soll die Gesellschaft die geschätzten 300 Mrd. EUR (3.616 EUR pro Kopf - 14.440 EUR für eine vierköpfige Familie) aufbringen, es stellte sich nur noch die Frage, wer das bezahlen soll. Werden es die vielen Kleinunternehmen insbesondere in Gastronomie, Tourismus und Einzelhandel sein, denen die Regierung - wie schon immer - trotz vollmundiger Versprechungen natürlich nicht effektiv helfen wird und die mit dem wirtschaftlichen Stillstand ihre Existenz verlieren? Werden es die vielen Arbeitslosen sein, die es jetzt bald wieder geben wird? Drohen drastische Kürzungen bei den Sozialleistungen? Werden die Kosten mit einer Inflation weggedrückt, weil jetzt Geld gedruckt wird und gleichzeitig die Güter fehlen, die man damit kaufen könnte?

  

Die Politiker konnten schon immer Kosten auf die Bevölkerung abwälzen – Kosten vermeiden konnten sie noch nie?

  

Für den Klimaschutz ist natürlich kein Geld da, und mit diesen unverantwortlich hohen Kosten für die Lebensverlängerung von ein paar Rentnern wird es auch niemals da sein! Man kann jeden Euro nur einmal ausgeben, und weg ist weg. Die aktuelle Politikergeneration hinterlässt unseren Kindern einen Scherbenhaufen, nur weil sie zu feige ist, den Menschen eine unangenehme Wahrheit zu sagen. Die Politiker wollen sich nicht dem Vorwurf aussetzen, untätig zu bleiben, und dann treffen sie lieben teure Fehlentscheidungen. 

 

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht …

19.03.20:

 

Die Kanzlerin hat in einer Fernsehansprache am 18.03.20 die Bevölkerung aufgerufen, den Anweisungen der Regierenden zu folgen und sich vernünftig zu verhalten. Ihr Ziel ist, die Fallzahlen niedrig zu halten. In Deutschland gab es 2017 497.200 Krankenhausbetten, das wären 6 Betten je 1.000 Einwohner. Für den Normalfall ist das mehr als genug und die Krankenhäuser haben oft Schwierigkeiten, genug Operationen zu verkaufen um ihre Kosten decken zu können. Natürlich würden diese Kapazitäten aktuell nicht für siebenstellige Patientenzahlen ausreichen. Aber einen Plan B, mit dem man solche Zahlen mit weniger intensiven Behandlungen (und dann natürlich mit viel mehr Todesfällen) noch einigermaßen bewältigen kann, will anscheinend niemand entwickeln!

Die Kanzlerin versprach auch, dass die Versorgung der Bevölkerung gesichert sei und dass die leeren Regale in den Geschäften schnell wieder aufgefüllt würden. in den letzten 10 Tagen beobachtet man aber das Gegenteil. Ich wollte am 18.03. einkaufen, aber es gab nichts. Auf meinem Einkaufszettel standen Nudeln, Toilettenpapier, Katzenfutter, Seife und Eier. Mein Sohn (18), der neben der Schule in einem Supermarkt jobbt und der jetzt Sonderschichten macht, sagte mir, er könne alles besorgen. Die Mitarbeiter könnten sich ihre Einkäufe im Lager reservieren, die dann nicht in die Regale eingeräumt würden. Natürlich müssen sie ihre Ware bezahlen. Er gab mir den grundsätzlichen Rat, morgens und nicht nachmittags einzukaufen.

Ohne diese Sonderbehandlung zu nutzen machte ich mich am 19.03.20 gegen 8:00 Uhr auf den Weg durch 5 Geschäfte. Im ersten Geschäft gab es im Gegensatz zum Vortag Eier, die anderen Waren aber nicht. Hier fragte ich einen Regalauffüller, ob die Nudeln schon 1,5 Stunden nach Geschäftsöffnung ausverkauft wären. Er antwortete mir, dass sie nicht damit beliefert würden. Im zweiten Geschäft bekam ich Katzenfutter, und Eier hatten sie auch; Rest Fehlanzeige. Das dritte und das vierte Geschäft hatten weder Nudeln noch Toilettenpapier oder Seife. Das dritte Geschäft hatte sogar den Platz, an dem diese Waren sonst gestanden hatten, mit anderen Waren belegt. Man rechnete also nicht damit, in der nächsten Zeit wieder beliefert zu werden. Im fünften Geschäft gab es Seife, Nudeln und Toilettenpapier hatten sie auch nicht. Speiseöl gab es in keinem der 5 Geschäfte, aber ich brauchte auch keines.

Ein Sprichwort sagt: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er sonst die Wahrheit spricht. Am Anfang der Krise wurde uns versichert, man habe die Lage unter Kontrolle und es gäbe keinen Grund zur Panik. Am Freitag (!), den 13.03.20 brach bei den Regierenden eine Panik aus. Das Versprechen der Kanzlerin zur gesicherten Versorgung entspricht im Moment nicht der Realität. Wenn die Wirtschaft lahmgelegt wird brechen Lieferketten zwangsläufig zusammen und die Regale werden dann nicht aufgefüllt! Was soll die Bevölkerung noch alles glauben?

Die unten dargestellten Zahlen der WHO vom 16.03.20 möchte ich nicht aktualisieren. Ich will sie heute aber mit Zahlen der Johns-Hopkins-Universität für die Top-10-Länder vom 19.03.20 ergänzen:

 

  confirmed death   recovered   remaining  
China 81.139 3.249 4,0% 70.529 86,9% 7.361 9,1%
Italy 35.713 2.978 8,3% 4.025 11,3% 28.710 80,4%
Iran 17.361 1.135 6,5% 5.389 31,0% 10.837 62,4%
Spain 14.769 638 4,3% 1.081 7,3% 13.050 88,4%
Germany 12.327 28 0,2% 105 0,9% 12.194 98,9%
USA 9.415 150 1,6% 106 1,1% 9.159 97,3%
France 9.054 148 1,6% 12 0,1% 8.894 98,2%
Korea, South 8.565 91 1,1% 1.540 18,0% 6.934 81,0%
Switzerland 3.067 33 1,1% 15 0,5% 3.019 98,4%
UK 2.644 72 2,7% 67 2,5% 2.505 94,7%

 

 

17:03.20:

 

siehe auch: Süddeusche Zeitung, Die Dunkelziffer, 17.03.20

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/coronavirus-zahlen-dunkelziffer-pandemie-1.4847259

 

Ich betone nochmals, das ich mir kein Urteil darüber erlauben möchte, ob die Maßnahmen berechtigt oder übertrieben sind. Wenn die Schulen geschlossen werden und die Kinder 5 Wochen zuhause sind, wenn dann auch die Spielplätze gesperrt werden, ist das für die Eltern eine extreme Belastung. Wenn die Regierenden seit vielen Wochen erklären, dass sie die Lage im Griff hätten und am 13.03.20 dann anscheinend in Panik ausbrechen, dann wirft das Fragen auf. Wurde das Volk wochenlang belogen? Wissen die Regierenden mehr, als sie sagen? Mindestens die Informationspolitik der Regierung ist suboptimal. Die Menschen werden unruhig - die Hamsterkäufe an haltbaren Lebensmitteln und Toilettenpapier sind  ein Hinweis. Die drastischen Maßnahmen machen vor dem Hintergrund der veröffentlichten Zahlen zu Infizierten und Toten  keinen Sinn. Hier kann etwas nicht stimmen.

 

Die Fakten gehören auf den Tisch. Es ist richtig, wenn auch bei einer behaupteten nationalen Bedrohung kritische Fragen gestellt werden. Die Parole "Führer befiehl, wir folgen dir" darf in diesem Land nicht mehr wirken.

 

Der französische Präsident bezeichnete den Kampf gegen Corona als einen Krieg. Aus Afghanistan wissen wir, dass man einen Krieg leicht beginnen und nur schwer beenden kann. Was ist, wenn die von den Regierenden beschlossenen Maßnahmen nicht wirken? Wenn das öffentliche Leben für 3 Wochen heruntergefahren wird, werden das einige Kleinunternehmer nicht überleben. Aber was ist, wenn die Wirtschaft für 3 Monate zum Erliegen kommt? 

Die Süddeutsche Zeitung schätzte am 17.03.20, dass etwa 1 % der Infektionen tödlich verläuft. In China blieben danach bis zum 23.01.20 86 % der Infektionen unerkannt. Hier muss es also einen schwachen Krankheitsverlauf gegeben haben, oder es wurden überhaupt keine Symptome beobachtet. Würde man unterstellen, dass 100 % der Bevölkerung in Deutschland infiziert würden, dann wäre nach den chinesischen Erfahren zu erwarten, dass 71,5 Mio. Menschen keine, oder nur schwache Symptome hätten; ihr körpereigenes Immunsystem bekäme die Krankheit unter Kontrolle. 10,8 Mio. Mitbürger würden ernsthaft erkranken, aber die Krankheit überleben. Das Problem wäre, dass selbst unser sehr teures Gesundheitssystem diese Masse an Kranken nicht versorgen könnte; von den Krankenhäusern ganz zu schweigen. 831.000 Menschen würden im schlimmsten Fall an Corona sterben. Die restlichen 99 % wären dann aber wohl immunisiert und das Leben könnte normal weitergehen.

Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass jedes Jahr etwa 955.000 Menschen sterben. Diese Zahl würde in den folgenden Jahren deutlich sinken, denn die 831.000 Corona-Toten wären überwiegend Alte und Kranke, die ohne Corona in der nächsten Zeit an anderen Krankheiten gestorben wären. Um für maximal 831.000 Menschen das Leben mit meist eingeschränkter Lebensqualität um ein paar Monate oder Jahre zu verlängern, wird von den Regierenden der Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft riskiert. Wie viele der 3,47 Mio. kleinen und mittleren Unternehmen würden das überleben? Und wenn die Wirtschaft zusammenbricht und unser Land ins Elend gestürzt wird, dann ist noch nicht einmal sicher, dass diese 831.000 Menschen auch wirklich gerettet würden. Was wäre, wenn die Fallzahlen auch nach 3 Monaten Stillstand noch immer nicht deutlich sinken? Glauben die Regierenden wirklich, dass sie diesen Krieg gewinnen können?

 

 

Anmerkung:

Ich bin zwar kein Mediziner, ich war aber vor 29 Jahren Leiter Finanz- und Rechnungswesen eines städtischen Krankenhauses. Kapazitäts- und Auslastungsprobleme im Gesundheitssystem sind mir also nicht völlig fremd. Bei der Corona-Krise geht es nicht nur um medizinische, sondern eher um organisatorische Fragen.

 

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