Nur Flaschen haben keine eigene Meinung!

Mitglied der Gruppe der 5 Lockdown-kritischen Professoren

 

 

Corona-Virus schon vor 15 Monaten in Barcelona?


Seit einigen Tagen verwirren Medienberichte über den Nachweis von Covid-19 in alten Abwasserproben Europa; nur in Deutschland wird diese Nachricht totgeschwiegen. Am 3. Mai wurde in Frankreich eine Studie veröffentlicht, die Covid-19 in Abwasserproben vom Dezember 2019 aus Paris nachgewiesen hatten. (Quelle: Deslandes et al., “SARS-CoV-2 was already spreading in France in late December 2019”, 03.05.2020,  https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0924857920301643). Am 18.06. wurden Ergebnisse aus Mailand, Turin und Bologna veröffentlicht, die zu dem gleichen Ergebnis (schon im Dezember 2019) kamen. (Quelle: ISS, “CS N°39/2020 - Studio ISS su acque di scarico, a Milano e Torino Sars-Cov-2 presente già a dicembre”, 18.06.2020, https://www.iss.it/web/guest/primo-piano/-/asset_publisher/o4oGR9qmvUz9/content/id/5422725). Am 26.06.20 berichtete nun die Universität von Barcelona, dass sogar schon im März 2019 Spuren von Covid-19 gefunden wurden. (University of Barcelona, Spain. [G. Echevarria-Miró, E. Anfruns-Estrada, S. Guix, R.M. Pintó, A. Bosch], Sentinel surveillance of SARS-CoV-2 in wastewater anticipates the occurrence of COVID-19 cases, 13.06.2020,  https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.06.13.20129627v1.full.pdf)

In Deutschland werden diese Information von den herrschenden Medien nicht beachtet, während sie z.B. in der spanischen Presse diskutiert werden. Die Zeitung El Mundo berichtete schon am Tag der Veröffentlichung, dass mit dem von Prof. Drosten entwickelten PCR-Test eine Probe aus dem Zeitraum von Januar 2018 bis Dezember 2019 mit nur niedrigen Werten positiv getestet wurde. (... análisis de muestras tomadas entre enero de 2018 y diciembre de 2019. Todas dieron negativo excepto una. En ella, los niveles de SARS-CoV-2 eran muy bajos pero dieron positivo por PCR y empleando dos dianas distintas, según los autores del estudio. - Teresa Guerrero, El coronavirus ya circulaba por Barcelona en marzo de 2019, según un análisis de aguas residuales, El Mundo v. 26.06.20, https://www.elmundo.es/ciencia-y-salud/ciencia/2020/06/26/5ef5e37321efa00c2c8b45b9.html) Wenn man berücksichtigt, dass nur etwa 5 % der Abwässer aus Urin bestehen und dass in Spanien aktuell nur 0,53 % der Bevölkerung positiv auf Covid-19 getestet wurden, dann wäre die Konzentration ein Schnapsglas auf 8 Liter. Wahrscheinlich können nur dann messbare Konzentrationen festgestellt werden, wenn in dem Bereich der Probe zufällig wenig geduscht und wenig Wäsche gewaschen wurde. Aber für Barcelona wären 0,53 % bei 5,575 Mio. Einwohnern auch knapp 30.000 infizierte Menschen, die in 2019 ohne Schutzmasken und Quarantäne eigentlich ein tödliches Risiko gewesen wären. Wenn die Anzahl der Infizierten deutlich niedriger war, muss die Konzentration noch niedriger gewesen sein.

Albert Bosch, der Leiter der Studie, zugleich Präsident der spanischen Gesellschaft für Virologie, vermutete in El Mundo, dass in diesen Monaten die Erkrankungen irrtümlich als Grippe diagnostiziert worden seien, weil die Symptome einer Covid-19-Infektion denen einer Grippe sehr ähnlich sind. (... que en aquellos meses a los infectados con Covid-19 se les podría haber diagnosticado erróneamente una gripe en atención primaria dado que la mayoría de casos presentan una sintomatología similar a la gripe. - El Mundo vom 26.06.20)

Die Zeitung “El País” zweifelt die Richtigkeit der Testergebnisse an. Sie zitiert Fernando González, Professor für Genetik an der Universität von Valencia (UV): "Sowohl aufgrund der Daten als auch des Ortes ist es zu weit von allem entfernt, was bisher entdeckt wurde." (“Tanto por las fechas como por la localización, está demasiado fuera de todo lo que se ha detectado hasta ahora” - Cristian Segura, Expertos dudan de que el coronavirus llegara a Barcelona hace más de un año, El País vom 28.06.20, https://elpais.com/ciencia/2020-06-26/expertos-cuestionan-el-estudio-que-asegura-que-el-coronavirus-ya-estaba-en-barcelona-hace-mas-de-un-ano.html)

Der Verfasser will als Ökonom keine medizinische Fachdiskussion führen. Der gesunde Menschenverstand und einfache Logik sollten aber schon eingebracht werden. Wer von den Professoren Bosch oder González recht hat, ist zweitrangig. Wichtig ist die Erkenntnis, dass hier irgendetwas nicht stimmen kann.

Wenn Bosch recht hat und wenn es auch früher schon Corona-Kranke gab, die man nur für Grippe-Kranke gehalten hat, dann wäre das gesamte Gesundheitssystem und die Politik blamiert. Die Menschen würden sich fragen, warum man die Wirtschaft ruiniert hat, nur weil in China ein neues Virus entdeckt wurde, das es in Europa schon mindestens ein Jahr gab, und das man hier nicht erkannt hat. Hat González recht, dann muss aber auch gefragt werden, was Bosch statt Covid-19 gemessen hat, und was in Paris, Mailand, Turin und Bologna auch festgestellt wurde. Wenn der von Prof. Drosten entwickelte und inzwischen millionenfach verkaufte PCR-Test auch völlig harmlose Viren als Corona-positiv bestätigt, dann ließen sich unlogische Erscheinungen der angeblich symptomfrei erkrankten jungen Menschen plausibel erklären. Die ganzen Statistiken, mit denen die Politik ihre Maßnahmen begründet hat, wären wertlos. Und vor allem wäre der Test wertlos, mit dem die Pharmaindustrie und wahrscheinlich auch Herr Drosten bisher so viel Geld verdient hat. Natürlich waren die Verstorbenen wirklich tot. Man kann aber auch heute schon nur sagen, dass sie mit einer Covid-19-Infektion gestorben sind. Die Infektion war aber nicht wirklich für ihren Tod ursächlich. Sie hat den Körper zusätzlich geschwächt und die Kraft für den Kampf gegen die Vorerkrankung reichte dann nicht mehr aus. Ob sie ohne Infektion gereicht hätte? Wenn die Menschen mit einem harmlosen Virus infiziert gewesen wären, hätte sich nichts geändert. 

 

Wer erinnert sich noch an „das Phantom“, auch Phantom von Heilbronn genannt? Zwischen 1993 (untersucht 2001) und 2009 wurde an über 40 Tatorten die DNA-Spur einer Frau sichergestellt. Sie war geografisch sehr mobil und beging ganz unterschiedlichen Taten nach verschiedenen Tatmustern. Die Taten reichten von Sachbeschädigungen bis zu drei Morden (auch der Polizistenmord von Heilbronn, der später dem Nationalsozialistischen Untergrund – NSU – zugeschrieben wurde). Nach dieser brandgefährlichen Frau wurde mit hohem Aufwand überall in Süddeutschland gefahndet. Die Lösung des Falles kam nach über 2 Jahren Tätigkeit einer Sonderkommission, als die Widersprüche immer absurder wurden: die DNA gehörte zu einer Arbeiterin im Herstellerwerk der Wattestäbchen, mit denen die Spuren gesichert wurden!

 

Ist die Lösung dieses Falles vergleichbar? Ist Covid-19 nur ein Phantom? Blamieren sich die Politiker genauso, wie damals die Polizei? 


Es ist sehr interessant, wie obrigkeitsgläubig die Medien Deutschland auch noch 75 Jahre nach dem Ende des Faschismus sind, der zudem nur 12 Jahre andauerte, und wie frei die Presse in Spanien 45 Jahre nach Ende eines 39 Jahre regierenden Faschismus ist. Auch die Medien in Deutschland sollten die Größe haben, Informationen, die der Pharmaindustrie, den Profs. Wieler, Drosten und den Pharma-Lobbyisten aus dem Gesundheitsministerium nicht ins Konzept passen, trotzdem zu veröffentlichen.

An dem Unterschied zwischen der deutschen und der spanischen Diskussionskultur kann man erkennen, wie sehr das Virus unser Land politisch infiziert hat. Die Krankheit heiß Obrigkeitsgläubigkeit. Pressefreiheit steht nur noch auf dem Papier. Mit der Drohung als Verschwörungstheoretiker diffamiert zu werden, lassen sich die Medien leichter auf Linie bringen als in der Türkei.

Die Virologen haben das Volk verunsichert. Eine verunsicherte Schafherde läuft einem Leithammel hinterher. Kritische Stimmen und abweichende Meinungen werden als Verschwörungstheorien verteufelt. Die Politiker sind ebenfalls in Panik geraten, in eine Sachgasse gelaufen und sie kommen ohne Gesichtsverlust nicht wieder heraus. Jetzt nehmen sie das Volk als Geisel, um ihre eigene Karriere zu retten und die Bundestagswahl 2021 zu überstehen.

 

 

N a c h t r a g :

 

Ebenfalls am 26.06.20 meldete die Bundesuniversität von Santa Catarina in Florianópolis/Brasilien Covid-19-Spuren in Abwasserproben vom November 2019. China und Europa sind dort weit entfernt! Quelle: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.06.26.20140731v1

 

 

 

Wir hatten es im Urin


Am 19.06. streifte eine Meldung die Nachrichtenlage, die von der Masse der Bevölkerung kaum zur Kenntnis genommen wurde: Spuren des Erregers Sars-CoV-2 wurden im Dezember 2019 in Abwasserproben von Mailand, Turin und Bologna nachgewiesen, als das Virus gerade erst in China entdeckt wurde (Quellen siehe unten). Die Denkgesetze der Logik sagen uns, dass hier irgendetwas nicht stimmen kann. Wir haben es sprichwörtlich im Urin.

Die Seriosität der Forscher ist nach den ausgewerteten Quellen nachgewiesen. Auch das Östrogen aus den Anti-Baby-Pillen ist im Abwasser nachweisbar, das wird aber von Millionen Frauen über den Urin ausgeschieden. Es muss also tausende Infizierte ohne Symptome gegeben haben, die in Mailand, Turin und Bologna oft genug gepinkelt haben, damit zwischen den Abwässern aus Duschen und Waschmaschinen noch genug in den Reagenzgläsern der Labore angekommen ist. Es ist dann aber sehr unwahrscheinlich, dass es die woanders nicht gab. Vielleicht wurden in anderen Städten und anderen Ländern die Abwässer nur nicht untersucht.

Andererseits ist es aber auch sehr unwahrscheinlich, dass monatelang die Corona-Infizierten ein lustiges Leben führen konnten, und ab Mitte März aus heiterem Himmel eine Welle des Todes über das Land schwappte – wie es in den Medien dargestellt wurde. Weil in China vor allen anderen Ländern ab Mitte Januar 2020 nennenswerte Fallzahlen registriert wurden, ist der chinesische Ursprung der Krankheit die einzig logische Schlussfolgerung. Dann kann es im Dezember in Italien noch keine Fälle gegeben haben.

Wenn es aber im Dezember in Italien keine Covid-19-Infektionen gegeben haben kann und die Tests sie trotzdem nachgewiesen haben, kann es nur eine logische Erklärung geben: Die Tests messen Substanzen, die es auch bei Nichtinfizierten gibt. In den Abwässern wurden nur „Spuren der Erreger“ nachgewiesen! Was für die Urin-Tests gilt, muss dann aber auch für die Speichel-Tests gelten. Bei den 8,8 Mio. weltweit nachgewiesenen Fällen dürfte es dann auch eine Vielzahl von Verwechslungen geben. Es müssen also die Tests hinterfragt werden. Natürlich sind die 465.000 Toten wirklich tot; bei diesen 5 % ist eine Verwechslung unwahrscheinlich, auch wenn die Covid-19-Infektion nicht die einzige Todesursache gewesen sein dürfte.

Aktuell gibt es in der Fleischfabrik Tönnies über 1.000 durch Tests nachgewiesene Covid-19-Infektionen. Weil alle Mitarbeiter getestet wurden, gibt es hier kein Dunkelfeld. Nach dem Szenario des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom 20.03.20 müssten 45 von ihnen in den nächsten Tagen mit schweren Krankheitssymptomen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Wenn man aus den Erkenntnissen der Heinsberg-Studie bundesweit eine Dunkelziffer von 90 % unterstellt, dann müssten nach dem täglichen Situationsbericht des RKI vom 20.06.20 17 Tönnies-Mitarbeiter ins Krankenhaus. Die Abweichung von den unterstellten 4,5 % zu den beobachteten 1,7 % (16,7 % der gemeldeten Fälle) kann auf einer niedrigeren Dunkelziffer, aber auch auf eine Fehlerhaftigkeit der Test zurückzuführen sein. Für die letztere Erklärung gibt es mit den unlogischen Testergebnissen aus Italien gewichtige Indizien. Die Hälfte der quantitativen Annahme ließe sich noch mit statistischen Streuungen erklären. Bei weniger als 9 schweren Fällen, die einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen würden, wären aber auch vor dem Hintergrund der italienischen Testergebnisse kritische Fragen an das RKI zu stellen.

Man kann die Quarantäne bei Tönnies jetzt als großen Laborversuch für die Zuverlässigkeit der Tests ansehen. Sollte es unter den Tönnies-Mitarbeiter gar keine Erkrankungen geben, auch keine mit leichten Symptomen, wäre das ein klarer Beleg für die Fehlerhaftigkeit der Tests und eine Blamage für das von Prof. Drosten entwickelte Testverfahren. Gleichzeitig wäre der Lockdown, der mit diesen Testergebnissen begründet würde, fragwürdig. Die gesamte Corona-Politik der Regierung müsste neu bewertet werden. Die Fragen der 5 Lockdown-kritischen Professoren und das Papier von Stephan Kohn aus dem Innenministerium hatten schon auf die Schwachpunkte hingewiesen.

Man kann auf die Ergebnisse bei Tönnies gespannt sein.


Quellen:

https://www.merkur.de/welt/corona-italien-ausbruch-patient-null-abwasser-studie-test-iss-dezember-frankreich-europa-zr-13804104.html
Aktualisiert: 21.06.20 06:44
Forscher bestätigen Verdacht - Corona in italienischem Abwasser nachgewiesen: Virus-Ausbruch wohl viel früher als gedacht
Wahrscheinlich fand der Ausbruch des Coronavirus früher statt als gedacht. In italienischen Wasserproben vom Dezember konnte das Virus nachgewiesen werden.

https://www.tagesschau.de/ausland/italien-corona-abwasser-101.html
Coronavirus schon im Dezember im Abwasser
Stand: 19.06.2020 12:26 Uhr
Das Coronavirus ist in Italien offenbar schon viel länger aktiv als bislang angenommen. Spuren des Erregers Sars-CoV-2 wurden in Abwasserproben von Mailand, Turin und Bologna nachgewiesen.

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-abwasser-italien-dezember-100.html
Corona in Italiens Abwasser - Grassiert das Virus seit Dezember in Europa?
Datum:    19.06.2020 18:01 Uhr
Corona ist in Europa wohl schon eher im Umlauf gewesen als angenommen. Eine Studie hat es in Italiens Abwasser vom Dezember nachgewiesen. Experten halten sie für glaubwürdig.

Weitere Quellen:
https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Corona-Spuren-schon-2019-im-Abwasser-entdeckt-410501.html
https://www.zeit.de/zustimmung?url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Fwissen%2Fgesundheit%2F2020-06%2Fcoronavirus-italien-studie-abwaesser-spuren-seit-dezember-nachweisbar
https://www.rnd.de/gesundheit/italien-corona-im-abwasser-seit-dezember-nachweisbar-LSZALF2YANFVLGF2JS7BHLLPI4.html
https://www.hna.de/welt/corona-italien-ausbruch-patient-null-abwasser-studie-test-iss-dezember-frankreich-europa-zr-13804104.html
https://www.spiegel.de/consent-a-?targetUrl=https%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fwissenschaft%2Fmedizin%2Fcoronavirus-schon-im-dezember-in-abwaessern-von-turin-und-mailand-gefunden-a-56c600b2-1802-4d68-9197-3901e13694c7&ref=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/corona-viren-in-italien-in-abwaessern-laut-studie-seit-dezember-16822575.html
https://www.deutschlandfunknova.de/nachrichten/coronavirus-in-italien-schon-seit-dezember-im-abwasser
und viele mehr

Glauben Sie nur offiziellen Quellen…!

…alles andere sind FAKE NEWS und VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN…! 😉  So sagt man es  uns zumindest immer von Seiten „offizieller Stellen“. Wie schnell sich deren Aussagen und Meinungen allerdings ändern können, zeigt sehr schön dieses Video. Fast schon komödiantisch unterhaltsam, wenn´s nicht so traurig und ernst wäre! Aber: Humor ist, wenn man trotzdem lacht!… und das darf […]

Etikettenschwindel Mehrwertsteuersenkung


Schon seit über 52 Jahren wird für die Steuer das falsche Etikett verwendet. Die Umsatzsteuer wurde 1918 zur Finanzierung des 1. Weltkrieges mit einem Steuersatz von 0,5 % eingeführt. Ab 1968 wurde die inzwischen auf 4 % gestiegene Umsatzsteuer vom damaligen Allphasenmodell auf das Mehrwertsteuersystem der EWG mit 10 % umgestellt. Vor 1968 wurde also Steuer auf die Steuer bezahlt. Bei 3 Produktionsstufen wurden 12,49 % (4 + 4,16 + 4,33) bezahlt, bei 2 Stufen nur 8,16 %. Bei der Berechnung nach dem Mehrwertsteuersystem wurden 10 % verlangt, der Unternehmer konnte sich dabei aber die Umsatzsteuer aus den Rechnungen seiner Lieferanten abziehen. Das hatte dann eine enorme Bürokratie für die Unternehmen zur Folge, für die in den 1980er Jahren Softwarelösungen entwickelt wurden. Das hat die Staaten zu noch mehr Bürokratie motiviert. Dieses System ist auch sehr betrugsanfällig. Es kommt immer wieder vor, dass Steuer aus fingierten Rechnung abgezogen wird, die der angebliche Lieferant gar nicht an das Finanzamt gezahlt hat.

Die Steuer wird in Irland Value added tax (VAT) und in Spanien Impuesto sobre el valor añadido (IVA), also Mehrwertsteuer genannt. Skandinavien ist mit Mervärdeskatt (ML) in Schweden und Omsaetningsavgift (MOMS) in Dänemark uneinheitlich. In den slawischen Sprachen sind auch beide Varianten vorhanden. Als gesetzestreuer Bürger sollte man sich an die gesetzliche Bezeichnung (Umsatzsteuer) halten. Die Politiker, die es mit den eigenen Gesetzen nicht so genau nehmen, sagen lieber Mehrwertsteuer. Auf diesen Widerspruch könnte man bei Gelegenheit hinweisen!

Die vorübergehende Steuersenkung von 19 auf 16 % und von 7 auf 5 % beim ermäßigten Steuersatz soll offiziell die Verbraucher entlasten. Das wäre aber nur der Fall, wenn der Einzelhandel die Gemüsekonserve für 99 Cent (92,52 Cent + 7 %) zukünftig für 97 Cent (92,38 Cent + 5 %) verkaufen würde. Es ist aber wohl wahrscheinlicher, dass es bei den 99 Cent bleiben wird, und der Handel dann 1,76 Cent mehr daran verdient. Wegen der zusätzlichen Kosten für die Hygienemaßnahmen kann man dafür Verständnis haben. Wahrscheinlich war diese Maßnahme sowieso nur als Wirtschaftsförderung geplant, die die Regierung ein Jahr vor der Bundestagswahl nur als Entlastung der Verbraucher und Stärkung der Kaufkraft verkaufen wollte – also von Anfang an ein Etikettenschwindel! 

Aber auch die Wirtschaftsförderung hält sich in sehr engen Grenzen, denn die ganzen Änderungen bei jedem einzelnen Artikel des Sortiments sind für die Unternehmen ein enormer Aufwand. Bei jeder anderen Steuersatzänderung kam das nur alle paar Jahre vor. Diesmal muss aber 6 Monate später alles zurückgeändert werden. „Viele Unternehmerinnen und Unternehmer fürchten einen gigantischen Mehraufwand. So auch Gerhard Hardrath, Handwerksmeister für Sanitär-Heizung-Klima im oberbayerischen Bruckmühl. Für ihn ist das ein bürokratischer Irrsinn.“ (https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/mehrwertsteuersenkung-stellt-wirtschaft-vor-massive-probleme,S1VmyY3) Neben der Bürokratie droht noch ein Stichtags-Chaos. Wenn die Ware lt. Vertrag am 30.06. geliefert werden soll, sind lt. Vertrag 19 % Steuer im Preis enthalten. Wenn sie aber in Wirklichkeit erst am 01.07. ausgeliefert wird, dürfen nur noch 16 % berechnet werden. Bei längerfristigen Lieferverträgen (Bestellung im Mai, Lieferung im Juli) konnte das noch niemand berücksichtigen.

In der Vergangenheit hatte die Wirtschaft ein paar Monate für die praktische Durchführung, und für die Problematik der Umstellungsstichtage braucht man die auch. Jetzt bleiben ihr nur ein paar Tage. Die Rolle rückwärts im Dezember dürfte weniger chaotisch ablaufen. Aber die zweifachen Bürokratiekosten bleiben. Womit sollen dann aber noch die Verbraucher entlastet werden? Auch diese Maßnahme ist also wie der Lockdown insgesamt – ein Schnellschuss und nicht zu Ende gedacht. In der Antwort der Regierung auf die Anfrage der 5 Professoren hat sie eingeräumt, dass sie keine Informationen hatte. Spätestens jetzt kann man hinzufügen – sie hat auch keine Ahnung!

 

Hendrik Streeck kritisiert Lockdown


Die Welt zitiert am 10.06.20 ein Interview des Virologen Hendrik Streeck in der Neuen Osnabrücker Zeitung mit einer Kritik am deutschen Lockdown (https://www.welt.de/wissenschaft/article209299157/Corona-Krise-Virologe-Streeck-kritisiert-deutschen-Lockdown.html): „Ich glaube auch weiterhin nicht, dass wir am Ende des Jahres in Deutschland mehr Todesfälle als in anderen Jahren gehabt haben werden“ Die Fachleute, viele Zeitgenossen nennen sie auch Fachidioten (Wikipedia: ein Experte, der eine Problematik nur aus der Perspektive seines Fachgebietes kennt) kommen langsam zu der gleichen Einschätzung, die diese Webseite schon Ende März vertreten hat. Wenig später, am 26.03.20 kritisierte das Handelsblatt: „Nun regieren die Virologen, die leider wenig von Wirtschaft verstehen.“ (https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-die-neue-macht-der-virologen/25684390.html?ticket=ST-1664064-fCyBoU4cv9Yaq76X LUf5-ap2)  Das war nur eine nette Umschreibung für die Betitelung als  "Fachididioten". Ich möchte mich hier nicht an der Diskussion beteiligen, ob diese Bezeichnung für die Professoren Drosten, Wieler & Co. angemessener wäre als "Fachleute".

Streeck sieht als Grund für den Lockdown, dass „ein gewisser Druck in der Öffentlichkeit“ bestanden hätte. Hier muss ihm widersprochen werden! Zunächst hat die Pharmaindustrie bei einer neuen Krankheit ein gutes Geschäft mit Impfstoffen und Medikamente gewittert (ist auch legitim - Pharmaunternehmen sind keine Wohltätigkeitsorganisationen), auch wenn sie die erst noch entwickeln und sie dafür Zeit gewinnen musste. Es gab von ihr Druck und von dem mit ihr bestens vernetzten Robert-Koch-Institut! Von ihnen wurden Horror-Szenarien verbreitet, und die Regierung hatte die Hosen so voll, dass sie auf eine normale Entscheidungsvorbereitung verzichtete. Den Rest hat ein Bundesgesundheitsminister erledigt, der einst selbst Pharmalobbyist war, und der sich so verhält, als wenn er es im Verborgenen noch immer wäre. Einen Druck aus der Bevölkerung, die Wirtschaft zu ruinieren, gab es nicht. Kein normaler Mensch hat es als Bedrohung empfunden, wenn alte Menschen häufiger sterben als junge und wenn in einer ständig älter werdenden Gesellschaft in einem Jahr ein paar mehr alte Menschen sterben, und im nächsten Jahr ein paar weniger.
 
Die „Halbgötter in Weiß“ müssen langsam den Olymp verlassen. Die Fachleute oder Fachidioten (je nach Standpunkt) lagen mit praktische allen Empfehlungen falsch. Die Alten- und Pflegeheime wurden so hermetisch von der Außenwelt abgeriegelt, dass sich die Insassen über Isolationsfolter beschwerten. Trotzdem sind lt. Robert-Koch-Institut vom 10.06.20 3.406 Bewohner mit einer Covid-19-Infektion gestorben; insgesamt waren es in den Altersgruppen ab 80 5.537. Die Kontaktsperre hat also nicht viel gebracht! In Spanien, Italien, Großbritannien und Frankreich waren die Maßnahmen schärfer, und die Zahlen höher. Harte Beschränkungen haben dann wohl nichts genützt!   

Menschen sind Herdentiere. Bei einer Verunsicherung sind sie bereit, einem Leithammel hinterherzulaufen. Für diese Verunsicherung hat das Robert-Koch-Institut gesorgt und sein Präsident hat mit seinen täglichen Pressekonferenzen den Leithammel gegeben. Gemessen an den übertriebenen Horror-Szenarien war die Realität weniger schlimm, und deshalb meinen die Menschen, die Regierung hätte die Sache richtiggemacht. Die kritischen Stimmen werden jetzt aber langsam zahlreicher und man kann schon jetzt erste Statistiken auswerten. Wenn in ein paar Monaten die dicke Rechnung präsentiert wird, werden sich viele Menschen Frage, ob das wirklich in dem Umfang nötig gewesen sei. Die Zahlen in den Meinungsumfragen werden sich dann verschieben, und auch der Höhenflug von CDU/CSU bei der Sonntagsfrage wird ein Ende haben. Und die Wahl ist erst im September 2021!

 

 

Keine Antwort ist auch eine Antwort!


Die Antwort der Regierung auf die Kleine Anfrage von 46 Abgeordneten, die die Fragen der 5 Lockdown-kritischen Professoren übernommen hatten, liegt vor (http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/194/1919428.pdf). Sie hat sich bemüht, mit einer ausreichenden Anzahl von Worten möglichst nichts auszusagen. Deshalb ist vornehmlich zu analysieren, vor welchen Antworten sich die Regierung herumgedrückt hat. Man kann trotzdem folgende Antworten herauslesen:

zu Frage 1:
Die Regierung hatte nur die vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Situationsberichte und sie bestätigt damit die Aussage von Stephan Kohn aus dem Innenministerium, dass es keine professionelle Entscheidungsvorbereitung gab. Der Lockdown war also ein panischer Schnellschuss!

zu Frage 2:
Die Regierung weicht aus und verweist auf die Übersterblichkeit in Europa, sie hat aber lt. Antwort auf die Frage 3 keine Informationen über die statistische Lebenserwartung von 82jährigen in Deutschland. Es gibt also keine Rechtfertigung!

zu Frage 3:
Antwort: „Der Bundesregierung liegen keine Informationen … vor…“ - sollten sie aber! Die Regierung räumt also ein, dass sie keine Ahnung hat!

zu Frage 4:
Gefragt wurde nach Lernmotivation und Sozialverhalten und die Bundesregierung antwortet zu Übertragungswahrscheinlichkeiten und Krankheitsverläufen. Aus dieser Antwort folgt, dass ihr die wirklichen Probleme der Kinder und Jugendlichen egal sind!

Böse Zungen mögen behaupten, dass Kinder keine Wähler sind und die treuesten Wähler von CDU und SPD sind die alten Leute. Sollen nur möglichst viele von ihnen mit aller Gewalt bis zur Bundestagswahl an Leben gehalten werden, koste es was es wolle?

Mehr auf der Unterseite „Bundestag“.

 

 

Methoden des Mittelalters


Die Corona-Welle ist überwunden! Die Daten der Johns-Hopkins-Universität und des Robert-Koch-Instituts zeigen, dass die Welle ab Anfang April ständig abnahm. Am 18.05. waren lt. RKI nur noch 7 % der gemeldeten Fallzahlen aktuelle Fälle, 88,5 % waren genesen und 4,5 % verstorben. Die vom RKI gemeldete Zahl der registrierten Genesenen bei 90 % unentdeckten Fällen ist kumuliert etwa das 20-fache der Zahl der Verstorbenen, die vermutlich alle gefunden wurden, und die mit und nicht an einer Covid-19-Infektion gestorben sind.

Der Erfolg hat viele Väter! Die offizielle veröffentliche Meinung sagt, dass die Maßnahmen der Regierungen gewirkt hätten. Kritiker rechnen vor, dass wegen des Zeitverzugs zwischen Ansteckung und Erkrankung die Maßnahmen dann schon gewirkt haben müssten, bevor sie überhaupt beschlossen wurden. Sie glauben eher an die Wirkung von Antikörpern als an Politiker.

Der Fraktionsvorsitzende der FDP im Bundestag hat der Regierung am 23.04.20 vorgeworfen, das Virus mit den Methoden des Mittelalters zu bekämpfen. Wenn man diesen Gedanken fortsetzt, dann wurden Epidemien damals mit Gebeten und Prozessionen bekämpft; heute glaubt man an den Lockdown und an Impfstoffe, die es aber noch nicht gibt. Früher wurden Opfer gebracht; heute auch! Früher hat niemand das Haus ohne Kruzifix verlassen, heute ist es der Mund-und-Nasen-Schutz. Wenn im Mittelalter die Welle vorüber war, haben früher die Gebete geholfen, heute sind es die Kontaktbeschränkungen. Wer früher die Macht Gottes und der Kirche angezweifelt hat, wurde als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Wer heute in einem Interview erwähnt, dass ein Drittel der Verstorbenen Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sind, die dort im Durchschnitt 11 Monate nach ihrem Einzug versterben (Zitat: Wir retten Menschen, die möglicherweise sowieso bald sterben) wird danach von seiner eigenen Partei in den Medien öffentlich hingerichtet - Methoden des Mittelalters!

Die Politik hat von Anfang an auf die Methodik der Kriegspropaganda gesetzt. Der französische Präsident hat eine Fernsehansprache sogar mit den Worten begonnen: „Wir sind im Krieg!“ Auch von der deutschen Propaganda wurde das Virus als Feind dargestellt, den es mit vereinten Kräften zu bekämpfen gilt. Opposition ist im Krieg Verrat! Natürlich sind nur wenige Widerstandskämpfer bereit, sich zu ihr zu bekennen. Und es wird etwas dauern, bis in der öffentlichen Wahrnehmung Verräter zu Widerstandskämpfern werden. Ein Lockdown-Kritiker von heute ist deshalb das genaue Gegenteil von einem Opportunisten. Der Gesundheitsminister hat virtuell die Frage gestellt: Wollt Ihr den totalen Lockdown?, und ihm ist dann von den aufgepeitschten Massen aus den Umfragen ein lautes „Ja!“ entgegenschallt, als hätte er in einem überfüllten Sportpalast eine flammende Rede gehalten. (Dieses Beispiel ist frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit noch lebenden oder schon verstorbenen Personen sowie Ereignissen der Vergangenheit ist rein zufällig). Das Verhalten der Bevölkerung folgt jetzt wie auch früher Mustern einer Massenhysterie, und die Regierungen setzen dieses Instrument für ihre Ziele ein.

Die Menschen werden aber umdenken, wenn ihnen nach der Wahl 2021 die dicke Rechnung (mehr als 50.000 € für eine vierköpfige Durchschnittsfamilie) präsentiert wird, oder wenn die Opposition sie wahrscheinlich schon im Wahlkampf herausholt. Das jetzige Bauchgefühl, in Zeiten des Krieges der Regierung folgen zu müssen, kann sich in Hass und Verachtung umkehren, wenn das Volk erkennt, dass diese Regierung sie in den Abgrund geführt hat. Das ist am Ende nur eine Frage der Zeit, denn die dicke Rechnung kommt! (egal ob vor oder nach der Wahl) Man sollte deshalb nicht von der sehr langen Dauer der aktuell hohen Zustimmung für die Regierung ausgehen.

Die Menschen wollten im Mittelalter an die Kraft der Gebete glauben, heute wollen sie an die Kraft des Lockdowns glauben. Die wahrscheinlich von der Pharmaindustrie gesponserten wissenschaftlichen Studien zur Wirksamkeit des Lockdowns (mit falschen Annahmen) werden in der veröffentlichten Meinung der Leitmedien breit zitiert, die Widerrede mit den Kontrollrechnungen der Kritiker wird es nicht! Die breite Masse wird also aktuell mit den Widersprüchen nicht konfrontiert. Die Zeit wäre auch noch nicht gekommen, dass den Kritikern bei komplizierten Berechnungen, die einfache Bürger nicht mehr nachvollziehen können, geglaubt würde. Trotzdem wird die Wut der Bürger auf ihre Regierungen ebenso unausweichlich kommen, wie die dicke Rechnung! 

Aber die heutige Situation ist auch anders als im Mittelalter, und sie unterscheidet sich von letzten beiden Weltkriegen; auch die heutige Lage wird mit einem weltweiten Krieg vergleichen. In der Vergangenheit wurde die Öffentlichkeit auf hohe Opfer eingestimmt. Heute wird ihr vorgetäuscht, dass man diese vermeiden könne. Die Regierungen glauben, der Öffentlichkeit die Wahrheit verschweigen zu können, dass alte Menschen in absehbarer Zeit an irgendeiner Krankheit sterben werden. Der Anzahl der über 80jährigen hat sich in 10 Jahren von 2008 bis 2018 um fast ein Drittel von 4,1 Mio. auf 5,4 Mio. erhöht. Es ist unvermeidbar, dass jedes Jahr knapp 10 % und bei einer Krankheitswelle auch ein größerer Teil von ihnen stirbt. Die Regierungen wollen diesem Teil der Bevölkerung, überwiegend treue Wähler der Regierungsparteien, aber einreden, das Wachstum ihrer Altersgruppe könne ewig weitergehen. Die Menschen sind sich allerdings der Endlichkeit auch ihres eigenen Lebens sehr wohl bewusst. Die Absicht, dem Volk eine Wahrheit verschweigen zu wollen, die bereits allgemein bekannt ist, muss scheitern!

Die Opfer der beiden Weltkriege waren sinnlos, denn diese Kriege hätten niemals begonnen werden dürfen. Die Sinnlosigkeit der Opfer der Corona-Politik wird mit den zukünftigen Statistiken erkennbar werden. Sie werden zeigen, dass man mit viel Aufwand Menschen gerettet hat, die ohnehin bald sterben und dass die Politiker sich mit ihrer Denkblockade und der Wahnvorstellung, Leben um jeden Preis retten zu müssen, einer intelligenten Politik (gezielter, aber nicht perfekter Schutz nur für Risikogruppen) verweigert haben. Die Menschen wissen, dass man nicht in jeder Kleinstadt ein Hightech-Krankenhaus unterhalten kann und dass nicht an jedem Fußgängerüberweg eine Ampel stehen kann. Einsicht verhindert natürlich keinen Egoismus, wenn eine Bürgerinitiative gegen die Schließung des eigenen Kleinstadtkrankenhauses oder für eine Fußgängerampel auf dem Schulweg der eigenen Kinder gegründet wird. Natürlich werden Menschen auf dem Transport ins weit entfernte Kreiskrankenhaus und auch Kinder bei einem Verkehrsunfall auf dem Schulweg sterben; wenn auch nicht an diesem konkreten Überweg. Im Normalfall unterscheidet die Politik zwischen Einsicht und Egoismus, und es werden kleine Krankenhäuser geschlossen und es werden nicht überall Fußgängerampeln aufgestellt. Die unbequemen Fragen, warum man diese vernünftige Abwägung zwischen Kosten und Nutzen in der Corona-Politik nicht vorgenommen hat, werden unausweichlich sein, sobald die zukünftigen Belastungen konkret werden.     

Die Antwort wird den weit verbreiteten Lobbyismus in der Politik analysieren müssen. Die Pharmaindustrie ist bestens mit dem Gesundheitsministerium und seinen Instituten vernetzt und gegen die Autolobby geht gar nichts. Niemand hat bisher thematisiert, dass jedes Jahr besonders bei den Altersgruppen ab 80 die Todesfälle am Ende der Heizperiode (auch hier gibt es eine Zeitverzögerung) stark ansteigen und danach noch stärker abfallen. Die Vermutung ist naheliegend, dass die von der Grundbelastung mit Abgasen schon schlechte Luft, die sich an kalten Tagen am Boden sammelt, von den Abgasen aus den Heizungen zusätzlich belastet wird und dass alte Menschen mit Vorerkrankungen dann besonders anfällig werden, z.B. für eine Grippe-Infektion. Kommt uns das bekannt vor? Dieser Zusammenhang ist der Politik schon lange bekannt, aber niemand will den Menschen das Heizen verbieten oder während der Heizperiode die Abgase aus Autos und Industrie beschränken.  

Der aktuelle Unterschied ist, dass der Kampf gegen ein neues Virus der Pharmaindustrie ein gutes Geschäft verspricht. Erst wird sie stattliche Subventionen für ihre Forschung kassieren, und nach der Entwicklung eines Impfstoffs von der von ihnen dominierten Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts den Einsatz empfehlen lassen, damit die Krankenkassen ihn dann zu überteuerten Preisen bezahlen müssen. Doppelt kassieren hält besser! Das Hauptrisiko für die Pharmaindustrie ist aber, dass vor der Einsatzbereitschaft eines Impfstoffs schon eine natürliche Immunisierung eingetreten sein kann, die meisten Menschen (bei 90 % Dunkelfeld lt. Heinsbergstudie) die Infektion unbemerkt überstanden und Antikörper gebildet haben können. Deshalb sollen die Regierungen schon jetzt verbindliche Bestellungen abgeben, damit die wohl nicht mehr benötigten Impfstoffe dann nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit von ihnen vernichtet werden. Hauptsache der Umsatz stimmt! Aber solche Zusammenhänge, die man vor 40 Jahren als kommunistische Propaganda bezeichnet hätte, sind heute rechte Verschwörungstheorien.

Aber der Volksmund sagt dazu: „Geld regiert die Welt“ oder „wer gut schmiert, der gut fährt!“ Wird das Volk weiter der Regierungspropaganda folgen, oder wird es sich auf die überlieferten Weisheiten aus seinen Sprichworten besinnen?

brisantes Papier aus dem Innenministerium:

Das Handelsblatt vom 14.05.20 meldete:

„Diese Anti-Merkel-APO hat nun ihren neuen Kronzeugen: Stephan Kohn, ab sofort freigestellter Leiter eines Projekts zur „kritischen Infrastruktur Deutschlands“. Der SPD-Mann, der 2018 Parteichef werden wollte, hat in einem Schreiben auf Behörden-Briefpapier mit den Maßnahmen gegen die Pandemie abgerechnet. Ein Schlüsselsatz: „Der Kollateralschaden ist inzwischen höher als der erkennbare Nutzen.“ Ein Schlüsselbegriff: „Fehlalarm.“ Das von zehn Wissenschaftlern soufflierte Stück erörtert die wirtschaftliche Rezession, zusätzliche Suizide und viele Tote wegen verschobener Operationen. Oberregierungsrat Kohn kann sich freuen, dass das Innenministerium nicht mit Argumenten antwortete, sondern mit Behörden-New-Speak („kritische Privatmeinung“).“
(https://www.handelsblatt.com/meinung/morningbriefing/morning-briefing-ewige-oder-gescheiterte-kanzlerin-angela-merkel-in-den-parallelwelten-/25828502.html)

 

weitere Berichte:

https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.mitarbeiter-des-bmi-suspendiert-brisantes-corona-papier-war-das-alles-richtig-so.b20f08c6-fd41-4c10-b01a-1995fb60aa2b.html

https://www.merkur.de/politik/coronavirus-horst-seehofer-innenministerium-stephan-kohn-deutschland-fehlalarm-mitarbeiter-berlin-schreiben-zr-13757556.html

https://deutsch.rt.com/inland/102403-gefahr-im-verzug-wie-hoher/

 

 

Prof. Drosten meint:

„Wer kein Virologe ist soll die Klappe halten!“

jetzt unter Pharmaindustrie: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!"

 

5 Lockdown-kritische Professoren:

 

Unsere Iniative hatte Erfolg, es gibt eine kleine Anfrage im Bundestag!

 

Unser Text ist jetzt auf der Unterseite "Bundestag"

 

 

 

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) fordert am 1. Mai in einem offenen Brief an die Politik:

 

Bevor es zu spät ist !

https://www.bvmw.de/fileadmin/01-Presse_und_News/Pressemitteilungen/Dateien/Mittelstand-Offener-Brief-Bevor-es-zu-spaet-ist-01-05-2020.pdf

In großer Sorge um die Zukunft dieses Landes und um den Wohlstand seiner Bürger appellieren wir an die Politik: Beenden Sie die einseitige Fixierung auf eine rein virologische Sichtweise und damit das gefährliche Spiel mit den Zukunftschancen dieses Landes. Es geht um das Schicksal des deutschen Mittelstands. Heben Sie den Lockdown auf, bevor es zu spät ist!

 

 

Regierungspolitiker sind

wie Rindviecher -

man muss sie langsam vor sich hertreiben! Wenn sie sich in die Ecke getrieben werden, werden sie aggressiv und versuchen, einen auf die Hörner zu nehmen. Wenn man aber sanften Druck ausübt und manchmal auch etwas laut wird, dann bewegen sie sich. Es ist die Kunst sie in die Richtung zu treiben, in die man sie bewegen will. Man sollte auch nicht planlos auf sie einprügeln – Tierschutz gehört zu den Staatszielen im Grundgesetz.

Seit dem Start unserer Initiative ist einige Bewegung zu beobachten. Ich will nicht so vermessen sein, dass ich die Veränderung unserer Initiative zuschreiben will, sie wir aber einen Beitrag geleistet habe. Ein Bundestagsabgeordneter hat erklärt, dass wir dort zur Kenntnis genommen werden. Wir müssen jetzt die Herde in Bewegung halten. 

Es wurde im Gästebuch mehrfach der Entwurf eines Zweiten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite angesprochen. Dieser Entwurf wurde in der Gruppe der 5 Professoren nicht besprochen und es wäre nicht korrekt, wenn ich mich hierzu im Zusammenhang mit den gemeinsamen Fragen äußern würde. Man müsste den Entwurf differenziert bewerten. Wir haben gefragt, warum das ganze Volk eingesperrt wird, statt gezielt Risikogruppe zu isolieren. Diese Möglichkeit sieht der Gesetzentwurf vor.

Es ist seltsam, warum der Gesetzentwurf an den Ausschussberatungen vorbei durch das Plenum gepeitscht werden soll. Angeblich gibt es aktuell keinen Impfstoff, trotzdem soll auch ohne formale Impfpflicht mit der Impf- oder Immunitätsdokumentation (Art. 1 Ziffer 20) ein erheblicher Impfdruck ausgeübt. Die Eile trotz fehlender Impfstoffe wäre wie die anderen Handlungen der Regierung erklärungsbedürftig. Unsere gemeinsamen Fragen fordern solche Erklärungen ein.

Man vertritt keine Verschwörungstheorie, wenn man auf die gute Vernetzung der Pharmaindustrie mit dem Bundesgesundheitsministerium hinweist, z.B. in der ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts. Es hätte ein Geschmäckle, wenn die Pharmaindustrie nach der Verabschiedung des Gesetzes plötzlich zu einem unverschämt hohen Preis einen Impfstoff aus dem Hut zaubern würde, für den der Gesundheitsminister dann mit der Anwendung des neuen Gesetzes für hohe Verkaufszahlen sorgen würde. Ein solches Szenario wäre aber aktuell nur Spekulation.   

 

Zur Erheiterung der Leser möchte ich noch einen weiteren Vergleich anfügen:

 

politische Talkshows sind

wie Pornos,

im Prinzip passiert immer das gleiche und vor der Kamera machen die Teilnehmer etwas anderes, wie sie es ohne Kamera tun würden. Es ist also alles nur Show!

 

 

Kommentare:


Nur 2 Stunden nach der Freischaltung meiner neuen Startseite am 28.04.20 um 17:00 Uhr hat mich über mein Kontaktformular eine zustimmende Nachricht erreicht. Die Verfasserin hat mich gebeten, den Text nicht an dieser Stelle zu verwenden. Die Nachricht hat mich aber dazu angeregt, mit einem Gästebuch die Möglichkeit schaffen, sich unkompliziert an der Diskussion zu beteiligen.

Ich möchte daran erinnern, dass die Kollegen Bhakdi, Hockertz und Homburg schon früher die Position des gemeinsamen Textes vertreten haben. Die Bildunterschrift „Nur Flaschen haben keine eigene Meinung“ ist aber mein persönlicher Kommentar, der nicht mit der Gruppe abgestimmt ist. Ich gehe davon aus, dass jeder Mitunterzeichner seinen eigenen Weg findet, wie er den gemeinsamen Text verwertet. Als Fünfer-Gruppe wollten wir klarstellen, dass hier kein isolierter Spinner Unsinn verbreitet, sondern dass hier eine fundierte Gegenmeinung existiert. Andererseits wollten wir auch nicht riskieren, dass zu viele Köche den Brei verderben. Wir haben auch keine Partei gegründet, sondern uns hinter vier Fragen mit einer gemeinsamen Begründung versammelt. In anderen Fragen können wir auch unterschiedliche Meinungen haben.

Mit diesen vier Fragen soll die Diskussion aus den medizinischen Fachkreisen in die breite Bevölkerung getragen werden. Ausgehend von Standardformulierungen des BVerfG in vielen Urteilen mit dem Kern „Die Einschränkungen sind zulässig, wenn sie zur Erreichung eines überragend wichtigen Gemeinschaftsinteresses zwingend erforderlich sind, wenn sie zur Erreichung des Zieles geeignet und nicht übermäßig belastend sind“, möchte ich eher verfassungsrechtlich diskutieren.

Das überragend wichtige Gemeinschaftsinteresse bestreitet niemand! Man muss aber fragen, ob die Maßnahmen geeignet sind. Eigentlich ist diese Anforderung „doppelt gemoppelt“, denn ungeeignete Maßnahmen können schon nicht zwingend erforderlich sein. Die Kontaktbeschränkungen wären geeignet gewesen, wenn man nur etwas Zeit gebraucht hätte, bis ein Impfstoff einsatzbereit ist. Drei Wochen wären vertretbar gewesen, drei Monate sind es nicht! Und bald werden drei Jahre gefordert. Wenn man die Infektionswelle nur verschieben, aber nicht verhindern kann, sind die Kontaktbeschränkungen keine geeigneten Maßnahmen.    

Und vor allem sind sie übermäßig belastend. Ich will die Argumente des gemeinsamen Textes jetzt nicht wiederholen. Für diese Feststellung darf man daran erinnern, dass wir nicht ewig leben! Wolfgang Schäuble hat das in seinem Interview im Tagesspiegel vom 26.04.20 vorsichtig getan. Schon am 05.04.20 habe ich mich auf meiner Website unter https://www.prof-mueller.net/thema/ entsprechend geäußert und dabei als Atheist die Bibel zitiert. Hatte Herr Schäuble meinen Text gelesen? Oder hat er sich nur an Psalm 90 Vers 12 erinnert?

 

Ich möchte auch nochmals daran erinnern, dass Sie sich in einer "I-Mehl" an die Fraktionen den Fragen anschließen können. In den USA werden die Bürger oft darum gebeten, ihrem Abgeordneten zu schreiben. Das können wir auch!

 

Weitere Corona-Inhalte auf meiner Website:

 

eigene Kommentare:

Auswertung von Statistiken:

Entscheidungsfindung in der Politik:


 

Ich habe die bisherigen 45 Eintragungen (in 2 Tagen!) aus dem Gästebuch vom 29.04.-01.05. in drei Gruppen (Zusätzliche Aspekte, Regierungs- und Medienkritik, Allgemeine Zustimmung / Argumente wiederholt) eingeteilt und auf eine Unterseite verlagert. Die 305 Eintragungen aus dem Gästebuch des Zeitraums vom 01.-06.05.20 habe ich jetzt nur in zwei Gruppen (Allgemeine Zustimmung / Argumente wiederholt sowie zusätzliche Inhalte) eingeteilt und auf diese Unterseite Gästebuch verlagert. Damit will ich die Diskussion fördern und nicht einschränken.

 

Die Inhalte des Gästebuchs geben die Meinung der Diskussionsteilnehmer wieder, die nicht mit der Meinung der „5 Lockdown-kritischen Professoren“ und auch nicht mit meiner Meinung übereinstimmen müssen. Eine Zensur findet nicht statt! In einer schwierigen gesellschaftlichen Situation muss es auch einen Ort geben, wo fundierte abweichende Meinungen wie auch Frust und Wut formuliert werden können.

Ein Bundestagsabgeordneter versicherte mir, dass man sich frage, ob die breite Zustimmung noch lange anhalten würde und dass auch solche Gästebücher zur Kenntnis genommen würden. Steter Tropfen höhlt den Stein!

 

Kritik: So etwas macht man einfach nicht.

 

Während das Gästebuch durchgehend Zustimmung zeigt, hat einen Kollegen auch eine kritische Stellungnahme eines Arztes erreicht. Die Kernaussage: „Was zum Teufel hat Sie geritten, die Kosten für eine Überlebensstunde eines Menschen zu berechnen: 5000 €/Tag? So etwas macht man einfach nicht.“ Ich habe mich bemüht, ihm darauf sachlich zu antworten. Diese Argumente möchte ich auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen:

Die Devise „Leben retten, koste es was es wolle“ ist die Sichtweise der Mediziner. Schon vor 150 Jahren hat Karl Marx den Kapitalisten vorgeworfen, dass sie für ihren Profit über Leichen gehen. Die kalte Berechnung ist also die Perspektive der Betriebswirte, und ich bin einer! Die proletarische Weltrevolution, die die Kapitalisten und ihre Denkweise hinweggefegt hätte, ist ausgeblieben. Die 5 Professoren kritisieren, dass die Regierung anscheinend einseitig von Ärzten und Juristen beraten wurde, und nicht von Ökonomen. … Als „Zahlenmännchen“ unter den Betriebswirten ist mir z.B. bei der Bewertung der Belastungen aus einer Betriebsrente, das „Risiko“, dass ein Rentner lange leben könnte, zu berechnen nicht fremd. Ich stehe zu dieser berechnenden statt moralisierenden Denkweise, die z.B. die betriebliche Altersversorgung bisher vor einem Zusammenbruch geschützt hat.

Es mag wie die Frage sein, ob man den Wald oder die Bäume betrachten will. Die Mediziner sehen die Einzelfälle, also die Bäume. Die Ökonomen analysieren Statistiken, also die Wälder. In normalen Zeiten kann man sich den Luxus erlauben, in Einzelfällen auch teure Behandlungen durchzuführen. Wenn man dann aber bedenkt, dass in Afrika Kinder sterben, weil sich ihre Familien ein Antibiotikum für 10 € nicht leisten können, müsste man als Patient nach einer 100.000-Euro-Therape eigentlich ein schlechtes Gewissen bekommen. War das eigene Leben wirklich so viel Wert wie das 10.000 afrikanischer Kinder? Ist dann nicht auch das „Leben retten um jeden Preis“ unmoralisch?

Meine Großeltern durften 1966, 1979, 1985 und 1993 noch friedlich zuhause sterben. Meine Eltern durften das 2012 und 2018 nicht mehr. Sie wurden im Alter von 81 bzw. 89 Jahren von ihren Ärzten in Krankenhäuser gezerrt und an ihnen wurden lebensverlängernde Behandlungen aufgenötigt, die sie eigentlich nie wollten.  In der Bibel steht in Psalm 90 Vers 12: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ Auch als Atheist kann mich dieser Satz zum Nachdenken bringen. Natürlich werden wir nicht durch unseren Tod klug. Wir werden nur durch die Erkenntnis klug, dass unser Leben zeitlich begrenzt ist, und diese Erkenntnis lehrt uns Demut. Auch ein Arzt kann kein einziges Leben retten, er kann es nur verlängern. Die Verlängerung kann bei einem Kind ca. 80 Jahre betragen, bei einem gesunden 80jährigen ca. 8 Jahre, und bei einem Kranken vielleicht 8 Monate. Als dreifache Vater würde ich für das Leben meiner Kinder natürlich die 10fachen Anstrengungen aufbringen wie für mein eigenes. Ich bewerte also den Wert des Lebens, das meine Kinder (20, 18 und 8) noch vor sich haben. Das Leben hat einen Wert, der von der Lebensqualität und der Restlebensdauer abhängt. Dann muss aber der Aufwand, der für diese Lebensverlängerung betrieben wird, mit der geretteten Lebenszeit und -qualität in einem angemessenen Verhältnis stehen. Dieses Verhältnis dann auch in Geldeinheiten auszudrücken ist für mich berufsbedingt nicht unmoralisch. Ich glaube, dass auch die Bereitschaft zu diesen Gedankengängen ein Teil der Klugheit ist, die die Bibel meint, und auch die Entscheidungsträger in Berlin sollten diese Klugheit entwickeln.

Für den 30.03.20 war um 22:45 Uhr in der ARD die Doku „Dem Sterben zum Trotz“ angekündigt. In den Programmzeitschriften fand sich dazu die Kurzbeschreibung: „90 Prozent der Kosten, die ein Mensch über sein Leben hinweg bei den Krankenkassen verursacht, entstehen im letzten Jahr seines Lebens – ein Geschäft, das sich jährlich auf Milliarden von Euro beläuft.“ Die Sendung wurde aber abgesetzt und stattdessen eine Lobeshymne auf Menschen gesendet, die in der Coronakrise Einsatz zeigen. Es passte vielleicht nicht, gerade jetzt das Gesundheitssystem zu kritisieren? Ich war vor 29 Jahren Leiter Finanz- und Rechnungswesen in einem Krankenhaus und auch damals wurden die Kliniken als Unternehmen geführt, und die leben vom Umsatz. Diese Entwicklung muss sich in den letzten Jahren sehr verstärkt haben; auf solche Umsätze kamen wir damals nicht. In normalen Zeiten und erst Recht unter besonderen Bedingungen sollte man sich auf das Wesentliche besinnen. Weniger ist mehr!

Bei großen Fallzahlen kann nicht mehr jeder Baum gerettet werden. Der Wald muss überleben. Kurz nach der Einführung der Kontaktsperre wurde der wirtschaftliche Schaden vom Ifo-Institut mit 729 Mrd. € für 3 Monate berechnet. Die Pleite von Lufthansa und von Karstadt/Kaufhof war da anscheinend noch nicht drin. Mit den Beschlüssen der Bundesregierung sind wir aber bald bei 1.000 Mrd. €; unvorstellbare Zahlen. Und die muss man über Steuererhöhungen, Leistungskürzungen und wahrscheinlich auch durch Geld drucken (= Inflation bei Null-Zinsen) vom Bürger zurückholen. Eine 4-köpfige Durchschnittsfamilie kommt da auf knapp 50.000 €. Wären Sie persönlich bereit, die zu zahlen? Dieser Durchschnittsbetrag gilt aber auch für Hartz-IV-Empfänger. Wird später von der Professoren-Familie das Dreifache verlangt? Von wem sonst, wenn nicht vom Bürger wird man das Geld zurückholen, auch wenn wir sie über viele Jahre abstottern können?

Eine Gemeinsamkeit zwischen Medizin und Ökonomie sehe ich in dem Grundsatz: Vorbeugen ist besser als Heilen! Mir persönlich geht es um die Verhinderung oder mindestens Eindämmung der gigantischen wirtschaftlichen Schäden. Ich glaube, dass die Entscheidungsträger den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen haben. Politiker müssen bereit sein, auch das Undenkbare zu denken und sie dürfen sich nicht unbegrenzt von Moralvorstellungen leiten lassen. Sie müssen im Extremfall auch bereit sein, über Leichen zu gehen! Das Interview von Wolfgang Schäuble war ein vorsichtiger Schritt in diese Richtung. Langsam mehren sich diese Stimmen. Ich glaube, dass eine beherzte Berücksichtigung dieser Perspektive vor 6 Wochen zu anderen Entscheidungen geführt hätte.

Ich kann nicht davon ausgehen, dass ich Sie von der durch Sie kritisierten Meinung überzeugen konnte. Ich hoffe aber, dass ich Ihnen diese erklären konnte. Vielleicht konnte ich Ihr Unverständnis abbauen.

 

 

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