Wes Brot ich ess,                       des Lied ich sing!

 
Der Tagesspiegel vom 13.05.20 zitiert Prof. Drosten mit den Worten: „In sozialen Medien kursierten inzwischen millionenfach abgerufene Videos, die ,voller Unsinn' und ,falscher Behauptungen' seien, sagte er. Zum Teil seien Ärzte und Professoren dabei, ,die irgendeinen Quatsch in die Welt setzen', ohne je zu den Themen gearbeitet zu haben.“ (https://www.tagesspiegel.de/wissen/corona-podcast-vom-ndr-drosten-kritisiert-aerzte-und-professoren-die-irgendeinen-quatsch-in-die-welt-setzen/25824466.html) Man könnte diese Aussage auch mit „Wer kein Virologe ist soll die Klappe halten!“ übersetzen

Aber Ökonomen dürfen doch wohl über Geld reden - Geld regiert die Welt! Christian Kreiß, Professor für Finanzierung der an der Hochschule Aalen sagte am 08.06.15 im Deutschlandfunk, das 90 % aller Medikamentenstudien von der Pharmaindustrie bezahlt würden, und „... dass viele der Studien nicht wissenschaftlich seriös waren, sondern einseitig verzerrt, dass die Wirkungen entweder übertrieben wurden oder Nebenwirkungen unterschätzt wurden.“ (https://www. deutschlandfunk.de/wissenschaft-die-glaubwuerdigkeit-von-drittmittelforschung.1310.de.html? dram:article_id=322034) - Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!
 

Vorgeschichte


Der Focus (ein Brutnest für Verschwörungstheorien) berichtete in der Ausgabe 48/2012: Jens Spahn „... verdiente über ein diskretes Firmenkonstrukt heimlich an intensiver Lobbyarbeit für die Gesundheitsindustrie. …  Einfluss und Insiderkenntnisse sind bares Geld für die Großkonzerne.  … Dass Volksvertreter Spahn sein Mandat als Gesundheitspolitiker profitabel für Beratungshonorare aus der Gesundheitsindustrie einsetzte, war ihm offenkundig bewusst, denn er verschleierte seine Beteiligung an der Lobbyfirma.“ Warum hält dieser Gesundheitsminister Medikamente und Impfstoffe, die es noch gar nicht gibt, für „alternativlos“ und eine natürliche Immunisierung, zu der es aktuell wirklich keine Alternative gibt, für ungeeignet? Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt!

Transparency International kritisierte während der Schweinegrippe 2009, dass 13 der 16 Mitglieder der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts von der Pharmaindustrie bezahlt wurden. Sie werden vom Bundesministerium für Gesundheit für jeweils drei Jahre berufen und treffen sich zwei Mal jährlich. Von wem werden die Kandidaten vorgeschlagen? Aufgabe der Kommission ist es, auf wissenschaftlicher Grundlage Empfehlungen für Schutzimpfungen in Deutschland vorzubereiten. Dabei geht es auch um viel Geld. Denn die Impfungen, die sie empfiehlt, müssen von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert werden. In den vergangenen Jahren hat sich die Liste der empfohlenen Impfungen stetig verlängert.

Analyse


Diese Pharmaindustrie ist keine Wohltätigkeitsorganisation, sie will Umsatz machen und Geld verdienen! Warum haben die großen Pharmaunternehmen mit Ausnahme von Fresenius Vertriebskostenanteile von 30 %, obwohl der Vertrieb von Großhandel und Apotheken organisiert wird und für verschreibungspflichtige Medikamente nicht geworben werden darf? Sind die Masse der hier verbuchten Kosten Provisionen? Wer gut schmiert, der gut fährt! Und die Pharmaindustrie fährt derzeit recht gut. Pharmaaktien sind die Gewinner der Corona-Krise (https://boerse.ard.de/anlagestrategie/branchen/pharma-biotech-saisonal-gute-aussichten100.html) Aber wer diesen Zusammenhang aufzeigt wird als Verschwörungstheoretiker abgestempelt.

Man sollte sich vielleicht einmal die Vertriebskosten der Pharmaindustrie ansehen. Eigentlich müssten die Kosten sehr niedrig sein, denn Medikamente müssen über die Apotheken verkauft werden und für verschreibungspflichtige Präparate darf nicht geworben werden. Wenn man die Geschäftsberichte 2019 der 5 großen Pharmaunternehmen Fresenius, Boehringer Ingelheim, Bayer, Merck und Stada (Fresenius und Bayer nur mit ihren Pharma-Sparten) ansieht, dann kann man folgendes feststellten:

Beträge in Mio. €:

 

2019

Fresenius

Boehringer

Bayer

Merck

Stada

Summe

Umsatz

24.299

18.997

17.962

16.152

2.609

80.019

Vertriebsko.

700

4.847

5.063

4.576

582

15.767

übrige

20.038

10.368

8.137

9.456

1.641

49.641

EBIT

3.561

3.782

4.762

2.120

386

14.611

EBIT : Ums.

14,65%

19,91%

26,51%

13,13%

14,79%

18,26%

Vertr.ko.anteil

3,38%

31,86%

38,36%

32,61%

26,17%

24,11%

 

  

 

2018

Fresenius

Boehringer

Bayer

Merck

Stada

Summe

Umsatz

23.004

17.498

16.746

14.836

2.331

74.415

Vertriebsko.

697

4.648

5.565

4.396

539

15.845

übrige

18.862

9.378

7.968

8.713

1.414

46.335

EBIT

3.445

3.472

3.213

1.727

378

12.235

EBIT : Ums.

14,98%

19,84%

19,19%

11,64%

16,22%

16,44%

Vertr.ko.anteil

3,56%

33,14%

41,12%

33,53%

27,58%

25,48%

 

 

Erläuterungen:


EBIT (earnings before interest and tax) ist das operative Ergebnis. „EBIT : Umsatz“ ist der Gewinnanteil vom Großhandelsabgabepreis; Großhandel und Apotheken verdienen nochmal extra, und das nicht zu knapp! An einem Medikament für 100 € (+ 19 %) verdient Merck also 13,13 € und Bayer 26,51 €. Von solchen Zahlen können andere Branchen nur träumen. Die REWE-Gruppe hatte 2018 nur 1,09 % EBIT-Quote, und mehr wird im Einzelhandel generell nicht verdient!

Der Vertriebkostenanteil gibt den Anteil an allen betrieblichen Aufwendungen an. Bis auf Boehringer bilanzieren die Unternehmen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), Boehringer wendet das deutsche Handelsgesetzbuch (HGB) mit dem Format „Gesamtkostenverfahren“ an, während die anderen Unternehmen das „Umsatzkostenverfahren“ anwenden. Die Zahlen von Boehringer mussten also anhand der im Vertrieb beschäftigen Arbeitnehmer umgerechnet werden, und sie sind wegen des anderen Standards (HGB statt IFRS) auch nicht voll vergleichbar. Der Gewinn nach IFRS ist eher höher als nach HGB. Bei Fresenius und Bayer stammen die Zahlen der Pharma-Sparten aus dem Segmentbericht. Bei den Vertriebskosten wurde eine Umrechnung anhand der Umsatzerlöse vorgenommen. Die vergleichsweise niedrigen Vertriebskosten von Fresenius sind gemessen an der Zahl der im Bereich Marketing und Vertrieb beschäftigen Arbeitnehmer plausibel.

Ist Fresenius der einzige Pharmakonzern, der keine Ärzte oder Politiker schmiert? Natürlich verdient man dort noch prächtig, aber als der größte der 5 Großen am zweitschlechtesten. "Ehrlich währt am Längsten?" - oder "Wer gut schmiert, der gut fährt?"
 

Schlussfolgerung:


Die Frage muss erlaubt sein, wofür genau diese hohen Vertriebskosten (mit Ausnahme von Fresenius) entstanden sind. Sind es Werbegeschenke für die Ärzte, die die eigenen Medikamente verschreiben, oder Lobby-Kosten wie die Honorare für die Firma von Jens Spahn? Die Drittmittel für die Institute der Medizin-Professoren, mit denen geschönte Arzneimittelstudien eingekauft werden, dürften wohl unter „Forschung und Entwicklung“ verbucht worden sein. Aus eine zweite Frage muss erlaubt sein, ob mit einem Gesundheitsminister, der während der Schweinegrippe ein Pharma-Lobby-Unternehmen betrieben hat, der Bock zum Gärtner gemacht wurde.

Der Arzneimittelumsatz der großen 5 lag also bei 80 Mrd. €, woraus die 5 Großen 14,6 Mrd. € Gewinn gemacht haben, eine Steigerung um über 7 % gegenüber 2018. Für die Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffs wollen sie zusätzliche 7,5 Mrd. € als Subvention von der EU. Die Pharmaindustrie kann in dieser Situation kein Interesse daran haben, dass die Bevölkerung auf natürliche Weise immunisiert werden könnte. Es geht ihr nicht darum, Leben zu retten, sondern ihre Profite! Eine Erfahrung, dass die Menschen auch ohne Impfstoffe und Medikamente überleben können, wäre schlecht für das Geschäft.

Dass es vor 50 Jahren keine Impfungen gegen die Kinderkrankheiten gab und die Kinder trotzdem nicht massenhaft gestorben sind, will sie mit ihrer Kommunikationspolitik aus dem Gedächtnis der Bevölkerung tilgen. Wenn ein Kind mit Masern infiziert wurde haben die Eltern dafür gesorgt, dass auch die Geschwister die Krankheit bekommen. Was die Generation „50+“ als fürsorglich empfunden hat, wird für ihre Enkel heute als verantwortungslos verdammt und in die Nähe eines Mordversuchs gerückt. Eine Corona-Strategie ohne Impfstoff – und den gibt es nun einmal nicht – würde die teure Lobby-Arbeit der Pharmaindustrie um Jahre zurückwerfen. Die Menschen würden fragen, ob sie wirklich gegen alles geimpft werden müssen, oder ob man das nicht auf wirklich gefährliche Krankheiten beschränken sollte.

Natürlich wären solche Gedanken für die Pharma-Industrie langfristig gefährlich. Es ist interessant, wie oft regierungsnahe Kreise und Medien Neonazis, Reichsbürger, Impfgegner und Verschwörungstheoretiker in einem Atemzug nennen. Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst der Verschwörungstheorie! Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dieses Gespenst verbündet. (Original: „… das Gespenst des Kommunismus“ aus K. Marx / F. Engels, Manifest der Kommunistischen Partei, Brüssel 1848) 

 

Lobbyismus der Pharmaindustrie

03.05.20

Man muss kein Anhänger von Verschwörungstheorien sein, wenn man von einer guten Vernetzung zwischen der Pharmaindustrie und dem Bundesgesundheitsministerium sowie seinen Instituten ausgeht. Bei der Krankheitsbekämpfung wird einseitig auf Medikamente und Impfstoffe gesetzt, auch wenn sie gar keine verfügbar sind. Es darf gar nicht der Verdacht aufkommen, dass man Krankheiten ohne Medikamente bekämpfen könne. Und die müssen natürlich von den großen Unternehmen aus Industrieländern kommen. Ein Medikament aus Kuba, das in China erfolgreich eingesetzt wurde, bekommt in Deutschland natürlich keine Zulassung. Im Verhältnis zur Bevölkerung hatte man in China im Vergleich zu Frankreich weniger als 1 % der Todesfälle; gegenüber Deutschland 4 %. Kuba hat aktuell 5,8 Tote je 1 Mio. Einwohner, Mexiko hat 15,3, die Dom. Rep. 29,8, Panama 49,3, die USA 193,5 und Deutschland 84 - für Europa ein niedriger Wert!

Vor 60 Jahren gab es keine Impfstoffe gegen Masern, Röteln, Windpocken & Co, die Kinder haben diese Krankheiten bekommen, durchgestanden und waren danach immunisiert. Ich erinnere mich, dass vor 50 Jahren an meiner Schule eine schwangere Lehrerin nach Hause geschickt wurde, weil es bei uns Röteln-Fälle gab – also eine Isolierung von Risikogruppen; sonst nichts. Und meine Generation hat es so gut überlebt, dass sie heute ein Finanzierungsproblem für die Rentenversicherung darstellt!

Ich will mich nicht zum Impfgegner erklären. Meine Kinder wurden geimpft; die Zeiten ändern sich. Ich möchte meine Eltern aber nicht als verantwortungslos bezeichnen, weil sie meine Geschwister und mich gemeinsam krank werden ließen. Sie haben unseren Tod nicht billigend in Kauf genommen. Heute bekommen die Eltern, die auf die Natur vertrauen und ihre Kinder nicht impfen lassen, dieses Etikett angehängt. Die Lobbys der Pharmaindustrie arbeiten effektiv.

Was vor 60 Jahren bei den Kinderkrankheiten funktionierte und heute als unverantwortlich gilt, kann auch bei Covid-19 funktionieren, mindestens solange es keinen Impfstoff gibt. Das möchte die Pharmaindustrie aber lieber verhindern, denn wenn es ein Beispiel gibt, dass man ihre Produkte nicht wirklich braucht, ist das nicht gut für das Geschäft. Also üben die Lobbyisten des Robert-Koch-Instituts Druck aus, damit die Geiselnahme der Bevölkerung fortgesetzt wird. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft forderte die Politik am 1. Mai in einem offenen Brief auf, die einseitige Fixierung auf eine rein virologische Sichtweise zu beenden. Dem kann man sich nur anschließen! Hier übertreibt die Pharmaindustrie ihr Marketing.

Das Statistische Bundesamt hat am 30.04.20 außer der Reihe die Datei „Sterbefälle nach Altersgruppen und Tagen 2020 in Deutschland – aus Rohdaten“ veröffentlicht. Die Auswertung endet am 05.04.20; die Daten sind also sehr aktuell! In dem Monat vom 06.03. bis 05.04.20 sind in Deutschland 86.423 Menschen gestorben, davon lt. RKI 1.296 mit einer Corona-Infektion. Im Drei-Jahres-Durchschnitt von 2017-19 waren es 89.454 Menschen; mit Corona sind also in 2020 3.031 Menschen weniger gestorben als im Drei-Jahres-Durchschnitt ohne Corona! Mit einer anderen Politik ließe sich dieses Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht halten. Trotzdem wäre sie wie der Umgang der Generation meiner Eltern mit den Kinderkrankheiten – verantwortungsvoll!