ifo-Institut:

Weihnachtsvorlesung 2020

 

Mit 84 % Wertverlust des Euro ist zu rechnen!

(Aussage zwischen 1:08:30 und 1:09:25 im Video)


Der ehemalige Präsident des Ifo-Instituts unterstützt die Corona-Politik der Bundesregierung, kommt aber trotzdem zu dem Ergebnis, dass die Bezahlung mit der Druckerpresse falsch ist. Andere Finanzierungsvorschläge hat er nicht.
 

Wie kann aber eine Politik richtig sein, die man nicht bezahlen kann?

 
Zwei Momentaufnahmen aus der 73 minütigen Vorlesung:


Die Kern-Geldmenge M0 hat sich seit der Euro-Einführung bereits verneunfacht. Mit den bereits beschlossenen Maßnahmen wird sie sich bis Mitte 2021 verzwölffachen.


In der Ausweitung der Geldmenge zwischen 2008 bis Ende 2022 sieht Sinn das Potential für einen Wertverlust des Euro von 84 %, was er mit anderen Geldentwertungen der Geschichte vergleicht. Er betont, dass er nicht ab 2022 eine solche Inflation voraussagen will. Er sieht aber ein Geldmengenungleichgewicht, das diese Inflation möglich macht und er sieht weder den Willen noch die Möglichkeit der Notenbanken, diese Geldmenge wieder abzusaugen.
 
Mein Vergleich: Wir sitzen auf einem Pulverfass und Sinn hat die Sprengkraft berechnet. Es fehlt aber noch der Funke, der es zur Explosion bringt - wie im August 2020 in Beirut! Hier lagerte der explosive Dünger auch ein paar Jahre.